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Sergej Schoigu war von 1994 bis 2012 im Ministeramt. Dann wurde er zum Gouverneur des Moskauer Gebiets ernannt. Nun ist er wieder Minister. (Foto: Polakow/.rufo)
Sergej Schoigu war von 1994 bis 2012 im Ministeramt. Dann wurde er zum Gouverneur des Moskauer Gebiets ernannt. Nun ist er wieder Minister. (Foto: Polakow/.rufo)
Aktualisiert 21.11.2012 12:57

Sergej Kuschugetowitsch Schoigu

Verteidigungsminister.

Zitat: „Ich bin Rettungshelfer. Als Politiker bin ich eher mittelmäßig.“

Geboren: 21. Mai 1955 in der Stadt Tschadan (Republik Tuwa).

Laufbahn: Abschluss des Krasnojarsker Polytechnischen Instituts als Bauingenieur. Aufstieg vom Vorarbeiter zum Ingenieur und Leiter eines Baukombinats. Örtlicher Parteisekretär der KPdSU. Stellv. Vorsitzender des russ. Bau- u. Architekturkomitees. Minister für Zivil- und Katastrophenschutz. Einer der Parteiführer der Regierungspartei „Einiges Russland“. Ex-Vize-Premier. Gouverneur des Gebiets Moskau. Verteidigungsminister.

Freunde: Wladimir Putin. Boris Jelzin, Naina Jelzina. Viktor Tschernomyrdin

Feinde: Juri Baturin (Kosmonaut, Ex-Präsidentenberater, derzeit im Wissenschaftsbeirat des Sicherheitsrates)

Skandale: Der Rechnungshof stellte 2000 undokumentierte Ausgaben beim Katastrophenschutzministerium fest. Einer der Stellvertreter Schoigus wurde wegen Veruntreuung staatlicher Gelder festgenommen.

Familie: Verheiratet mit einer Chemikerin. Zwei Töchter.

Hobbys: Singen und Gitarre spielen. Spielt gern Karten, aber nicht um Geld. Tennis und Fußball.

Sergej Schoigu (Foto: nns.ru)
Sergej Schoigu (Foto: nns.ru)
Laufbahn:

November 2012: Ohne ihn geht es offenbar nicht. Nach nur knapp einem halben Jahr kehrt Schoigu wieder in die Regierung zurück. Er übernimmt den Posten des Verteidigungsministers, nachdem sein Vorgänger Anatoli Serdjukow einem Korruptionsskandal zum Opfer fällt.

Mai 2012: Schoigu übernimmt die Nachfolge von Boris Gromow als Gouverneur des Gebiets Moskau. Damit scheidet er nach 18 Jahren aus der Regierung aus.

Mai 2008: Regierungswechsel in Russland - Schoigu behält seinen Posten als Katastrophenschutzminister in der Regierung Putin.

2007: Erneuter Sieg von Einiges Russland bei den Duma-Wahlen. Erneut verzichtet Schoigu auf das gewonnene Abgeordneten-Mandat zugunsten seines Minister-Sessels.

2003: Schoigu ist die Nummer 2 auf der Wahlliste von Einiges Russland. Die Partei gewinnt die Wahlen haushoch.

Dezember 2001: Schoigu wird als Vorsitzender der Kremlpartei Einiges Russland von Boris Gryslow abgelöst. Er bleibt Co-Vorsitzender.

Januar 2000 – Mai 2000: Vize-Premier der russischen Regierung.

Seit 1999: - Einer der Führer der Regierungspartei „Einheit”, die jetzt „Einiges Russland” heißt.

1999: Verleihung des Ehrentitels „Held Russlands“.

Seit 1994: Minister für Zivil- und Katastrophenschutz. „Überlebte“ dabei acht Regierungswechsel: Von Tschernomyrdin zu Kirijenko, von Kirijenko zu Primakow, von Primakow zu Stepaschin, von Stepaschin zu Putin, von Putin zu Kassjanow. Anschließend folgten Michail Fradkow, Viktor Subkow und nun ist es erneut Putin.

April 1995: Eintritt in die Partei des Ministerpräsidenten Tschernomyrdin „Unser Haus Russland“.

Seit 1993: Vorsitzender der Waldbrandbekämpfungskommission.

Seit 1991: Leiter des Rettungskomitees.

September 1991: Im Ölverarbeitungswerk von Ufa brach in einer Höhe von 150 Metern ein Rohrleitungsstück mit einem Gewicht von 700 kg. Wäre das Rohr abgestürzt, hätte es Maschinen im Wert von 45 Mio. USD zerstört. Dem Katastrophenschutzkommando (Alpinisten) gelang es nicht nur, auf das geneigte Rohrstück zu klettern, sondern auch noch 350 kg Sprengstoff anzubringen. Das Rohrstück wurde so abgesprengt, dass es nicht einmal nötig war, den Arbeitsprozess zu unterbrechen. Dieses Kunststück ging ins Guiness-Buch der Rekorde ein.

1990: Stellvertreter des Staatskomitees für Architektur und Bau.

1988 – 1990: Zweiter Sekretär des KP-Stadtkomitees von Abakan, danach Inspekteur des Krasnojarsker Gebietskomitees beim Komsomol.

1977 – 1988: Arbeit bei einem Baubetrieb im Krasnojarsker Gebiet. Aufstieg vom Vorarbeiter zum Ingenieur und Leiter eines Baukombinats.

1977: Abschluss als Bauingenieur am Polytechnischen Institut von Krasnojarsk.

Freunde und Team:


Premier Wladimir Putin. Ihm schenkte Schoigu einen echten Freund – einen Labradorwelpen namens Conni.

Ex-Präsident Boris Jelzin und dessen Frau Naina. Der Freund und Wahlkampfhelfer Jelzins in den Anfangsjahren Russlands, Gennadi Burbulis.

Ex-Premier Viktor Tschernomyrdin.

Duma-Vize Alexander Schukow.

General Juri Worobjow, der eigentlich den ersten Tschetschenienkrieg leiten sollte, aber ablehnte.

Der ehemalige ZK-Sekretär der KPdSU Oleg Schenin.


Feinde:

Juri Baturin – ehemaliger Sekretär des Verteidigungsrates Russlands, Ex-Kosmonaut und Präsidentenberater. Inzwischen Mitarbeiter im wissenschaftlichen Beirat des Sicherheitsrats. Schoigu fühlte sich von Baturin bevormundet, als der die Tätigkeit der Sicherheitsorgane kontrollierte und beschwerte sich beim Präsidenten.

Gerüchten zufolge soll sein Verhältnis zu Boris Gryslow gespannt sein.

Skandale:

Bei Russland-Aktuell
• Schweres Erdbeben im Altaj (1.10.03)
• Russland schickt Katastrophenhilfe an die Elbe (19.8.02)
• Abschied von Lebed (30.4.02)
• Erzrivalen von gestern vereint hinter Putin (12.4.01)
• Ströme von Wodka: Abschied von Milosevic (11.1.01)
2003 schlägt Schoigu vor, Bürgern die Staatsangehörigkeit zu entziehen, wenn sie dreimal hintereinander nicht wählen gehen. Die Forderung stößt auf heftige Proteste. Bürgerrechtler wollen Schoigu sogar verklagen und fordern dessen Ablösung.

Der Rechnungshof stellte 2000 undokumentierte Ausgaben beim Katastrophenschutzministeriums fest. Einer der Stellvertreter Schoigus wurde wegen Veruntreuung staatlicher Gelder festgenommen.



Familie und Eltern:

Der Vater Schoigus ist Tuwiner, war Stellv. Ministerratsvorsitzender der Autonomen Sowjetrepublik Tuwa.

Die Mutter, eine Russin, arbeitete als Ökonomin in einer Sowchose.

Schoigu ist mit einer Chemikerin verheiratet und hat zwei Töchter.


Hobbys und Charakter:

Singen und Gitarre spielen. Spielt gern Karten, aber nicht um Geld. Spielt Tennis und Fußball; Fußball am liebsten im Schnee.

Hat einen Labrador namens Bella. Liebt gute Küche, Fleisch und trockenen Rotwein, frischen Fisch.

Pflegt einen demokratischen Umgang mit Untergebenen. Bevorzugt die Anrede „Du“


Zitate:

„Einem Bürger, der dreimal ohne trifftigen Grund nicht zur Wahl gegangen ist, muss man die Staatsbürgerschaft entziehen. Wenn er seine politische Führung nicht wählen will, bedeutet das, es ist ihm egal, in welchem Land er lebt.“

„Ich heiße Schoigu – Betonung auf der zweiten Silbe. Wobei das eigentlich kein Familienname, sondern ein Vorname ist. Mein Vatersname Kuschugetowitsch ist dagegen eigentlich ein Familienname.“

Wo war ich nicht schon überall, zu Gast, im Restaurant, im Schwimmbad – und dennoch hat mich der Diensthabende vom Katastrophenschutz stets schnell gefunden.“

„Das wichtigste ist, dass ich wissen muss, wohin ich die Leute schicke. Wenn dort eine Schießerei ist oder wenn Lawinen irgendwo herunter kommen, dann muss ich das selbst ausprobieren“

„Ich brauche kein Duma- oder Senatorenmandat. Wie sie wissen, stehen große Armee- und Luftwaffeneinheiten unter meinem Kommando. Aber ich kann mir nicht vorstellen ihnen eines Tages den Befehl zu einem militärischen Einsatz zu geben. Ein Mensch, dessen Lebensmotto es ist, anderen Menschen zu helfen, ist nicht fähig die Waffe gegen sie zu richten.
„Haferflocken zum Fühstück, Kefir, keine Zigaretten und um neun Uhr abends ins Bett nur weil es gesund ist – das ist nichts für mich.“

Weitere Quellen im Internet:

www.mil.ru

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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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