Raketenschirm in Litauen: Moskau fordert Infos von USA
Moskau. Das russische Außenministerium hat die USA aufgefordert, zu den Meldungen über die angebliche Stationierung des US-Raketenschirms in Litauen Stellung zu nehmen. Bislang wisse er nicht mehr, als in den Zeitungen stehe, klagte Russlands Chefdiplomat Sergej Lawrow.
Lawrow kritisierte, dass Moskau trotz aller Bekundungen Washingtons, die Stationierung seines Raketenschirms in Osteuropa transparent zu gestalten, nicht über mögliche Basen in Litauen informiert worden sei.
Bislang war bekannt, dass Polen und Tschechien als Basis für einen Raketenschirm der USA dienen sollen. Angeblich dienen diese Raketen der Abwehr von Bedrohungen aus dem Iran und Nordkorea. Russland fühlt sich allerdings durch die Basen in seiner eigenen Sicherheit bedroht.
Angebote aus dem Kreml, die Basen in Osteuropa gegen eine Radarstation in Aserbaidschan einzutauschen, wurden von der Bush-Administration abgelehnt. Der Radar in Aserbaidschan könne lediglich eine Erweiterung des Raketenschilds sein, heißt es aus dem Weißen Haus.
Über die Perspektiven deutsch-russischer Zusammenarbeit diskutierten am 11.3. in Moskau Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der Vizevorsitzende der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer, Alexej Mordaschow und einige hundert Unternehmer, moderiert vom Vorsitzenden des deutsch-russischen Forums, Ernst-Jörg von Studnitz. (Topfoto: Mrozek/.rufo)