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Freitag, 29.05.2009
198 Studenten aus Russland in Ägypten verhaftet
Kairo. Die ägyptische Polizei hat in Kairo, Alexandria und Mansur 198 Bürger Russlands festgenommen, darunter 10 Kinder. Offizielle Kommentare gibt es nicht, aber vermutlich wird ihnen islamistischer Extremismus vorgeworfen.
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Die Verhaftungen durch eine Sondertruppe der ägyptischen Polizei starteten am vergangenen Sonntag. Nach Angaben der Website Ingushetia.org sind etwa die Hälfte der Betroffenen Tschetschenen, Inguscheten und Dagestaner.
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Die Polizisten seien sehr aggressiv vorgegangen und es bestehe die Befürchtung, dass die Verhafteten gefoltert werden, teilte ein Augenzeuge mit. Es gäbe keinen Kontakt zu den Betroffenen, selbst Angehörigen der russischen Botschaft in Kairo wird jede Auskunft verweigert.
Wahrscheinlich handelt es sich um Studierende und Praktikanten der geistlichen Al-Ashar-Universität in Kairo. Bereits 2001 und 2003 waren in Kairo Studenten aus Russland festgenommen worden. Damals waren es aber deutlich weniger – vier bzw. fünf.
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Zu solch einer Massenfestnahme kommt es erstmals. Obwohl die ägyptische Seite sich ausschweigt, ist der Grund für die rüde Maßnahme, von der auch mindestens zehn Kinder im Alter zwischen ein und zehn Jahren betroffen sind, offensichtlich: Die Behörden verdächtigen die Studenten des islamistischen Extremismus.
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2001 waren zwei der Angeklagten wegen „Bildung einer religiösen Organisation“ und „Umsturzversuchs“ zu langen Haftstrafen verurteilt worden. In Ägypten kommt es regelmäßig zu Repressionen gegen ausländische Studenten, schreibt Ingusehetia.org. Die letzte Verhaftungswelle hatte es eine Woche vor dem Besuch von US-Präsident Barack Obama gegeben.
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