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Mittwoch, 07.07.2010
Agentenaustausch: Kreml bietet Forscher für Spione
Moskau. Russland ist offenbar bereit, den russischen Wissenschaftler Igor Sutjagin freizulassen und ins Ausland abzuschieben. Ausgetauscht werden könnte er gegen einen der Figuranten des US-Spionageskandals.
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Sutjagin ist ein russischer Atomphysiker, langjähriges Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften. 2004 wurde er verurteilt, weil er angeblich geheime Daten über russische Nuklearwaffen über eine Consultingagentur an die CIA weitergegeben hat.
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Sutjagin selbst bestreitet die Vorwürfe. Alle seine Angaben habe er aus öffentlich zugänglichen Quellen gemacht, sagte er. Bürgerrechtler kritisierten das Urteil von 15 Jahren Lagerhaft ebenfalls.
Nun könnte Sutjagin freikommen. Nach Angaben seiner Anwälte wurde er von einem Lager im Gebiet Archangelsk nach Moskau verlegt, um ins Ausland abgeschoben zu werden.
Derzeit ist noch unklar, ob er nach London oder Washington geschickt wird. Er könne Bestandteil eines Agentenaustauschs mit den USA sein, teilte seine Anwältin Anna Stawizkaja mit. "Elf gegen elf werden ausgetauscht. Einer von ihnen ist Sutjagin", sagte sie.
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Stawizkaja wird allerdings auch zitiert, dass Sutjagin gegen einen von den Briten gefassten Spion getauscht werden solle, der Moskau wichtiger sei als Sutjagin.
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Der amerikanische Inlandsgeheimdienst FBI hatte vor kurzem elf Personen wegen des Verdachts der Spionage zugunsten Russlands festgenommen. Moskau dementierte, dass die Verdächtigen für den Kreml spioniert haben und nannte die Verhaftungen als gegen den Neustart der russisch-amerikanischen Beziehungen gerichtet.
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