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Mittwoch, 07.01.2009
Merkel mischt sich ein: EU-Beobachter sollen Gas zählen
St. Petersburg. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Telefongesprächen mit ihren Kollegen Julia Timoschenko und Wladimir Putin einen Fortschritt im russisch-ukrainischen Gas-Streit erzielt: Sie schlug vor, dass neutrale Beobachter die real durchgeleiteten Gas-Mengen kontrollieren können.
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Merkel habe angeregt, Experten aus der europäischen Gaswirtschaft und der EU zu entsenden, die auf beiden Seiten der russisch-ukrainischen Grenze klären sollten, wo die Ursachen für die Durchleitungsprobleme liegen, so ein Sprecher des Kanzleramtes. Wladimir Putin und Julia Timoschenko hätten ihre Bereitschaft signalisiert, eine solche Prüfung zuzulassen, hieß es in Berlin.
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Timoschenko gab auch in einem Gespräch mit EU-Kommissionsvorsitzenden Manuel Barroso grünes Licht für die Entsendung der neutralen Experten. Putin bezeichnete seinerseits bei einem Gespräch mit Merkels Amtsvorgänger Gerhard Schröder in St. Petersburg dies als „guten Vorschlag“.
Schröder ist als Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG in Russland, die das Projekt der Ostsee-Gaspipeline von Wyborg nach Greifswald verfolgt. Der erste Bauabschnitt der unterseeischen Gasleitung werde im Oktober 2011 in Betrieb gehen, erklärte Schröder.
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„Heute haben sich unsere europäischen Partner von der Notwendigkeit dieses Projektes und seiner schnellstmöglichen Realisierung überzeugen können“, fügte Putin hinzu.
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