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Montag, 09.08.2010
Pferdewagen-Passagiere bringen zwei Polizisten um
Woronesch. Gibt es etwas Harmloseres als einen Pferdewagen auf einer Landstraße? Von wegen: Die russische Miliz fahndet jetzt nach den Insassen eines solchen Gefährts, die nächtens zwei Polizisten erstochen haben.
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Ein dritter Beamter überlebte den dramatischen Zwischenfall mit einem Messerstich in den Bauch und befindet sich im Krankenhaus außer Lebensgefahr.
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Nach Darstellungen der Miliz der Region Woronesch stoppten die drei Milizionäre das mit sechs Personen besetzte Gespann am Sonntag gegen 23 Uhr auf der Fernstraße Kursk-Saratow zu einer Personenkontrolle. Anstelle eines Ausweises habe einer der Unbekannten dabei ein Messer gezogen und die Beamten angefallen.
Beim folgenden Kampf wurden zwei Beamte so schwer verletzt, dass sie noch an Ort und Stelle starben. Ihre Leichen wurden später von Fernfahrern an der Straße entdeckt. Die Beamten seien mit einem UAZ-Dienstwagen auf der Rückfahrt von den Ermittlungen wegen eines Wohnungseinbruchs gewesen.
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Eine gänzlich andere Version verbreitete hingegen die Ermittlungsbehörde der Staatsanwaltschaft: Auslöser des tödlichen Streits sei ein von den Polizisten verschuldeter Verkehrsunfall gewesen. Beim Versuch, dem Pferdewagen auszuweichen, habe sich das Auto der Polizisten überschlagen.
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Die Beamten seien zudem zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Dienst gewesen. Ein Tatverdächtiger, ein 38 Jahre alter vorbestrafter Mann, wurde kurz nach Entdeckung der Toten verhaftet.
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