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Mittwoch, 11.10.2006
Putin zu Wirtschaftsgesprächen in München
St. Petersburg. Russlands Präsident Waldimir Putin ist auf dem Münchener Flughafen gelandet. Er wurde dort von vom bayerischen Ministerpräsident Edmund Stoiber empfangen.
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Vor der Münchner Residenz gibt es dann eine formale Begrüßung mit Spalier stehenden Gebirgsschützen und Trachtengruppen. Stoiber und Putin werden später in Gesellschaft von führenden Vertretern der bayerischen Wirtschaft wie Klaus Kleinfeld (Siemens), Martin Winterkorn (Audi) und Wolfgang Reitzle (Linde) zu Mittag essen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
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Am Nachmittag sind weitere Gesprächsrunden mit Vertretern von Ökonomie, Politik, Wissenschaft und Kultur geplant. Den Abend verbringt Putin in einem Brauhaus in Aying, bevor die russische Delegation nach Moskau zurückfliegt.
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In einem heute erschienenen Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte Putin, von 2.500 in Russland aktiven deutschen Unternehmen käme die Hälfte aus Bayern. Der Handelaustausch mit Deutschland werde in diesem Jahr die 40-Milliarden-Schwelle erreichen. Etwa 15 Prozent davon mache der bayerische Anteil aus.
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Er wünsche sich, wenn die deutsche Regierung bei ihrem anstehenden EU-Ratsvorsitz dem von der EU-Seite vorgeschlagenen Projekt einer Freihandelszone zwischen Russland und der EU „mehr Aufmerksamkeit schenken“ würde. „In den europäischen Beziehungen zu Russland kann Deutschland nach meiner Überzeugung absolut die Führung behalten“, sagte Putin.
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Neben der unabdingbaren Zusammenarbeit auf dem Energiesektor wirbt Putin in München auch für die russische Beteiligung am Luftfahrtkonzern EADS: „Wenn wir unsere Bemühungen mit denen des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS bündeln würden, dann wären wir ein ernstzunehmender Spieler auf dem internationalen Markt“, sagte Putin der Süddeutschen Zeitung.
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“Ich weiß wirklich nicht, ob ähnlich idyllische Zustände zwischen amerikanischen und europäischen Flugzeugbauern geschaffen werden könnten. Das scheint mir heute wenig wahrscheinlich zu sein. Es gibt auch andere Möglichkeiten. Gerade erst haben wir den größten Aluminium-Konzern der Welt geschaffen. Die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit sind vielfältig“, so Putin gegenüber der Münchner Zeitung. (ld/.rufo)
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