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Mittwoch, 18.05.2011

Russen sind in Libyen-Frage gegen Position Medwedews

Moskau. Der Libyen-Konflikt hat auch die russische Politik gespalten. Während Premier Wladimir Putin den Westen und speziell die USA für die Luftschläge verurteilte, gab Dmitri Medwedew dem Einsatz grünes Licht. Die Mehrheit der Russen ist in der Frage auf Putins Seite.

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• Putin: UN-Resolution zu Libyen „Aufruf zum Kreuzzug“ (21.03.2011)
Die Resolution im UN-Sicherheitsrat konnte nur durch die Enthaltung der Veto-Mächte Russland und China wirksam werden. Er habe den russischen UN-Botschafter angeordnet, sich der Stimme zu enthalten, bekannte Präsident Dmitri Medwedew direkt nach dem Beginn der Luftschläge gegen das Gaddafi-Regime.

Die Schuld für den Konflikt trage der Machthaber in Tripolis, indem er militärisch gegen das eigene Volk vorgegangen sei, erinnerte der Präsident dabei. Premierminister Wladimir Putin, der zuvor das Vorgehen der NATO als "Kreuzzug" gegeißelt hatte, pfiff er zurück.

Die Russen stehen in der Frage allerdings hinter dem Premier. In einer Umfrage des Lewada-Instituts verurteilten 62 Prozent der Befragten die UN-Resolution als Schlag gegen einen souveränen Staat.

53 Prozent der Befragten erklärten sich mit der Position Putins in der Frage solidarisch. Der Rückhalt für Präsident Medwedew ist deutlich geringer. Nur 13 Prozent der Befragten teilen seine Ansicht.



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ivanfi 19.05.2011 - 07:46

Lawrows Dilemma?

Wenn Logik, Nachvollziehbarkeit, Bauernschläue und der Witz der russischen Aussenpolitik dem westen gegenüber verlorengeht, besser gesagt mit Medwedews Linie bereits verlorengegangen ist, verliert Russland seine bisherige weltweite Glaubwürdigkeit mit den Folgen eines irreversiblen Ansehensverlustes auf der Welt.

Leider fand ich bei Ru-aktuell die aktuellste Meldung über Lawrows NEUESTES Treffen mit der libyschen Delegation in Moskau in den letzten Tagen nicht, wonach Lawrow (offensichtlich Medwedew brav folgend) ausschließlich die bekannte westliche STEREOTYPE Positionen wiederholte, wo es sinngemäß heisst:
„der libysche Staat gar verpflichtet sein soll den NATO-Kollaborateuren von Bengasi und Misrata den Roten Teppich auszurollen.“

Es gibt hierfür Dutzende westliche Agenturmeldungen . Ich zitiere nur aus der Donaukurier:

http://www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/Tunesien-Libyen-UNO-NATO-Konflikt-Regierung-Libyscher-Oelminister-hat-sich-offenbar-abgesetzt;art154776,2418197

17.05.2011 15:39 Uhr

Auszug:

Russland forderte die libysche Regierung auf, die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung sofort zu beenden.

Das Wichtigste sei, das Blutvergießen in Libyen umgehend zu stoppen und die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrats umzusetzen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow nach einem Treffen mit Abgesandten Gaddafis in Moskau.

Die Kampfparteien müssten sich auf den Zeitpunkt und die Bedingungen für einen Waffenstillstand einigen.

Lawrow forderte die Gaddafi-Vertreter zudem auf, mit der UNO zusammenzuarbeiten, um die Lieferung humanitärer Hilfe im gesamten Land zu ermöglichen.
Tunis (AFP)

-----------------

Fassen wir zusammen:
„mit der UNO zusammenzuarbeiten“ = Die UN-Waffenlieferungen an die Nato-Kollaborateure zu akzeptieren.
-----------------

„die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung sofort zu beenden“ = Die NATO-Invasion durchzuwinken. Roten Teppich für die Nato-Kollaborateure ausrollen.

------------------

DLF-Nachrichten am Dienstag, 17. Mai 2011 15:00 Uhr

http://www.dradio.de/nachrichten/20110517150000/

Russland ruft zu Waffenstillstand in Libyen auf
Zitat:
„Außenminister Lawrow sagte nach einem Treffen mit libyschen Diplomaten in Moskau, die Regierungssoldaten müssten die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung sofort beenden. Die Regierung müsse ihre Soldaten aus den Städten abziehen und die Resolution des UNO-Sicherheitsrats einhalten. „
-------------------------

Auch hier in RA-Artikel heisst es:

„Die Schuld für den Konflikt trage der Machthaber in Tripolis, indem er militärisch gegen das eigene Volk vorgegangen sei, erinnerte der Präsident dabei.“

Im Umkehrschluss, mit den gleichen Maßstäben für sich gemessen muss Medwedew auch in Russland Demonstrationen mit Regierungspazifismus beantworten, massiv erlauben, gar fördern, (westliche, massivst finanzierte antirussische Subversionspolitik erhält FREIE FAHRT!), Aufständen in Russland, gar bewaffneten Aufständen IN ALLEN LANDESTEILEN den Roten Teppich austrollen und diese nicht mehr als staatsfeindlich oder terroristisch einzustufen.

So trifft man sich wieder, Herr Medwedew, wenn man nicht t bis 3 zählen kann!

Zugleich moniert Medwedew die schon sehr immer mehr eindeutig prowestlich orientierte Politik von Janukowitsch und warnt: die russisch-ukrainischen Beziehungen könnten hierdurch Schaden nehmen.

Nun alldies muss Lawrow im Namen von Medwedew vertreten, nachplappern.
Wie lange wird er dieses Schandspiel mitmachen?

Wir kannten Lawrow bislang als VERSTÄNDLICHEN Politiker, der der „alternativen“ westlichen Politik der atomaren Westmächte (räuberischen, kriminellen, weltzerstörerischen, brutalen Interventionspolitik von USA, GB, F) wirksam begegnete.
(NATO = Täuschen, Lügen, Stehlen, Morden.)

Russland und China hatten in Afrika und in der Dritten Welt allgemein in den letzten Jahrzehnten eine wertvolle Politik der Glaubwürdigkeit aufgebaut.

Mit Medwedews Haltung in Bezug auf die Zerstörung Libyens ging nun diese wertvolle Glaubwürdigkeit verloren.

Ivanfi aus Rostock


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