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Montag, 30.03.2009
Schewardnadse empfiehlt Saakaschwili den Rücktritt
Tiflis. Der ehemalige sowjetische Aussenminister und Ex-Präsident Georgiens, Eduard Schewardnadse empfiehlt seinem Amtsnachfolger Michail Saakaschwili den Rücktritt. Die georgische Opposition plant für den 9.April Grossdemonstrationen gegen Saakaschwili.
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"Wenn ich an der Stelle Saakaschwilis wäre, würde ich zurücktreten", wird Eduard Schewardnadse von Reuters zitiert. "Wenn auf die Kundgebung am 9.April hunderttausend Menschen kommen und seinen Rücktritt fordern, dann sollte der Präsident dem Willen des Volkes keinen Widerstand leisten", erklärte Schewardnadse.
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Schewardnadse selbst war unter dem Druck von Massendemonstrationen von seinem Präsidentenamt im November 2003 zurückgetreten. Die "Rosenrevolution", die Schewardnadse stürzte, war damals von Michail Saakaschwili angeführt worden.
Die Kritik an Saakaschwili hatte seit dem von ihm begonnenen Ossetienkrieg im vergangenen Jahr zugenommen.
Saakaschwili weigert sich, einem internationalen Untersuchungsausschuss, der im Auftrag der EU arbeitet, seinen geheimen Tagesbefehl an die Streitkräfte zur Verfügung zu stellen, in dem nach Informationen aus Moskau am 7.8.2008 für den 8.8.2008 die "Wiederherstellung der Verfassungsordnung" in Südossetien angeordnet wurde.
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In der Terminologie Saakaschwilis gehörte das seit 1992 de facto unabhängige Südossetien de jure zu Georgien.
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