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Dienstag, 26.05.2009
Seelenverkäufer vor Kamtschatka: 50 statt 10 Passagiere
Petropawlowsk-Kamtschatka. Die Behörden auf Kamtschatka haben ein Versorgungsschiff gestoppt, auf dem statt der zulässigen zehn Personen fünf Mal mehr Menschen in ein abgelegenes Gebiet auf der Pazifik-Halbinsel fahren wollten.
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Zustände wie auf den Flüchtlingsbooten im Mittelmeer gibt es mitunter auch auf innerrussischen Schiffsrouten: Drei Frauen unter den Passagieren hatten noch relativ komfortable Plätze in den Mannschaftskabinen erhalten. Die restlichen Mitfahrer hatte sich auf Matratzen und Kissen im Laderaum des kleinen Frachters niedergelassen, so ein Ermittler.
Wäre das Schiff in eine Notlage geraten, hätte es auch nur für jeden Fünften an Bord eine Schwimmweste und einen Platz in einer Rettungsinsel gegeben.
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Der Kutter sollte über 1.000 Kilometer weit von Petropawlowsk nach Norden in ein Gebiet Korjakiens fahren. Dem Kapitän drohen jetzt bis zu zwei Jahre Haft.
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Derartige Fälle von mit Passagieren völlig überladenen Schiffen sollen recht häufig vorkommen. Die Bewohner der abgelegenen Küstengebiete riskieren bei einer vergleichsweise günstigen Überfahrt lieber ihr Leben, als eine teure und seltene Flugverbindung zu nutzen.
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Straßen gibt es in das Korjaken-Gebiet im Norden der Halbinsel Kamtschatka nicht.
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