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"Raubzüge" auf dem Bahnhof: Selbst Lokführer wissen, wie sie ans Geld von Fahrgästen kommen können (Foto: ld/.rufo)
"Raubzüge" auf dem Bahnhof: Selbst Lokführer wissen, wie sie ans Geld von Fahrgästen kommen können (Foto: ld/.rufo)
Freitag, 09.09.2011

Frau gerät unter Zug - Lokführer bestehlen das Opfer

Moskau. Zynischer geht es nicht mehr: Zwei Lokführer eines Vorortzuges plünderten mit der gefundenen Bankkarte das Konto einer Frau, die sie zuvor überfahren hatten. Einer der Täter ist jetzt auf der Flucht.

Der Straßenraub per Elektritschka geschah am 7. Mai auf der Rigaer Strecke der Moskauer Vorortbahnen: Zwischen den Stationen Graschdanskaja und Dmitrowskaja erfasste ein Zug eine Frau, die abseits von Übergängen die Gleise überquerte, teilte die Moskauer Verkehrsstaatsanwaltschaft mit.

Die unvorsichtige Dame bezahlte dies mit dem Leben – und ihren Ersparnissen, wie sich später herausstellte: Wie in solchen Fällen üblich, meldete der Lokführer über Funk das Geschehen an seine Leitstelle, fuhr dann aber weiter.

Handtasche hing vorne am Zug


An der Endstation in Moskau angekommen, bemerkte er, dass an der vorderen Kupplung des Zuges die Handtasche des Unfallopfers hing. Gemeinsam mit seinem Assistenten durchwühlte der Lokführer im Führerstand die gefundene Tasche – und fand darin eine Bankkarte der Sberbank, auf der die Geheimzahl notiert war.

Diese Fahrlässigkeit, die dem unvorsichtigen Überqueren der Gleise nicht nachstand, verführte die Eisenbahner zu einem Raubzug am Geldautomaten: Noch am gleichen Tag hoben sie alles vorhandene Geld von dem Konto ab – 150.000 Rubel (ca. 3.600 Euro).

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Danach begingen die beiden Gelegenheitstäter allerdings eine taktische Dummheit: Sie gaben die gefundene Tasche ab, die daraufhin den Angehörigen des Opfers übergeben wurde. Darin befand sich auch ein Mobiltelefon – auf das die Bank inzwischen eine SMS mit der Bestätigung der Abhebung geschickt hatte.

Abhebung vom Konto nach dem Todeszeitpunkt


Wie die „Komsomolskaja Prawda“ heute berichtet, bemerkte die Familie, dass der Abhebezeitpunkt erst nach dem Tod der Frau auf den Schienen war – und benachrichtigte die Polizei.

Die Ermittlungen gegen die beiden Bahner führten dazu, dass der räuberische Lokführer die Flucht ergriff. Nach ihm wird jetzt landesweit gefahndet.

Dem Bericht zufolge ist dies nicht der einzige Fall von diebischen Lokführern, mit denen Bahn und Behörden konfrontiert sind: Gegenwärtig wird auch gegen zwei Elektritschka-Führer ermittelt, die sich ebenfalls auf krumme Tour bereicherten:

An der Endstation angekommen, stahlen sie fest eingeschlafenen Fahrgästen Geldbörsen und Mobiltelefone. Beide wurden auf frischer Tat ertappt – und inzwischen mit Schimpf und Schande entlassen.



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