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| Das Tauchboot Mir sieht im Baikalsee Gegenstände, die wie Goldbarren aussehen. (Foto: Archiv) | |
Montag, 30.08.2010
Glänzende Gegenstände im Baikalsee – das Zarengold?
Irkutsk. Die Baikal-Tauchexpedition hat auf dem Grund des Sees „glänzende Gegenstände“ entdeckt, die Goldbarren ähneln. Könnte es das legendäre Koltschak-Gold sein? Das 2009 begonnene Abenteuer geht weiter…
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Im August letzten Jahres hatte das Tauchboot „Mir-2“ auf dem Grund des Baikalsees Reste von Eisenbahnwaggons gefunden und Fragmente davon an die Wasseroberfläche gebracht (Russland-Aktuell berichtete). Wegen des einsetzenden schlechten Wetters musste die Expedition jedoch frühzeitig beendet werden.
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Die Funde hatte Forscher wie Abenteuerlustige angespornt, sich erneut einer alten Legende zu widmen – angeblich soll auf dem Grund des Baikal das Zaren- oder Koltschak-Gold liegen, von dem seit 90 Jahren jede Spur fehlt.
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Dem Geheimnis auf den Grund gehen Die 2009 geborgenen Waggonteile stammen tatsächlich aus der Zeit um 1920, und eine Variante der Legende will wissen: Beim Überqueren des zugefrorenen Baikalsees ist der Zug mit den 180 Tonnen Gold eingebrochen und gesunken.
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Die Stelle, an der die „Mir-2“ jetzt etwas glänzen sieht, liegt auf der Höhe des 81. Kilometers der Baikal-Umgehungsbahn. Die Forscher hoffen, dass sich das Wetter weiter hält und es ihnen in diesem Jahr gelingt, das Geheimnis auf dem Grund des Sees zu lüften.
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Tschechoslowakisches Wirtschaftswunder Koltschak war ein russischer General, der im Bürgerkrieg gegen die Bolschewiki auf der Seite der „Weißen Armee“ kämpfte. Er soll im November 1918 das „Reichsgold“, das die Bolschewiki aus Angst vor einer Einnahme Petrograds durch die Deutschen im Kasaner Kreml gelagert hatten, bei seinem Rückzug von dort mitgenommen haben.
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Unweit von Irkutsk fiel Koltschak der so genannten „tschechischen Legion“ in die Hände, die ihn und einen Teil des Goldes den Roten übergab und dafür freies Geleit für ihre Heimkehr über den russischen Fernen Osten bekamen.
Von den „restlichen“ 180 Tonnen Gold fehlt seitdem jede Spur. Es gibt Forscher, die den tschechoslowakischen Wirtschaftsboom der 20er und 30er Jahre auf die fette Beute zurückführen. Andere vermuten das Gold in britischen und japanischen Bankschließfächern.
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Verloren in den sibirischen Weiten Eine dritte Version spricht aber davon, dass die Barren irgendwo in den sibirischen Weiten verschwanden und folgerichtig bis heute irgendwo unentdeckt liegen. Nach ihnen wurde bereits bei Krasnojarsk, im Baikalsee und an der Pazifikküste gesucht – bisher ohne Erfolg.
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