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Freitag, 27.08.2010
40 Prozent der Russen ohne Plan für die Zukunft
Moskau. Eine Umfrage ergibt: 40 Prozent der Russen planen ihre mittelfristige Zukunft überhaupt nicht, sondern leben in den Tag hinein. Nur 15 Prozent haben einen Planungshorizont über fünf bis sechs Jahre.
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Die Befragung wurde vom Forschungsinstitut WZIOM durchgeführt. Die letzte derartige Umfrage stammt aus dem Jahr 1989, geändert hat sich trotz der 21 Jahre, die zwischen den beiden Erhebungen liegen, jedoch nur wenig. Damals waren 42 Prozent der Befragten „planlos“.
Laut WZIOM-Chef Valeri Fjodorow könnte hinter der Planungsträgheit der Russen eine Mentalitätsbesonderheit stecken. Die Psyche hätte sicher Einfluss darauf, ob jemand sein Geld ziellos ausgibt oder für die Rente oder eine große Anschaffung spart.
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Eine Rolle spiele aber ebenso die „turbulente widersprüchliche Zeit“, durch die das Land nach 1989 gegangen ist. „Seit ein paar Jahren wächst der Planungshorizont allmählich. Das bedeutet, dass die Menschen vorsichtig, Schritt für Schritt langfristig zu planen beginnen“, so Fjodorow gegenüber RIA Novosti.
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Der Planungshorizont ist laut Fjodorow „eines der wichtigsten Merkmale für die Entwicklungsfähigkeit einer Gesellschaft und kennzeichnet deren Stabilität und Gelassenheit.“
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