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| Putin punktet im Volk mit waghalsigen Aktionen, Obama geht leer aus. (Foto: newsru.com) | |
Freitag, 27.08.2010
Amerikanische Presse: Putin tollerer Hecht als Obama
Chicago/Moskau. Der russische „Supermacho“ Putin stellt mit seinen Abenteuern den amerikanischen Präsidenten weit in den Schatten, meint die „Chicago Tribune“: Putin harpuniert einen Wal, Obama besucht nur ein Restaurant.
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Dass Wladimir Putin seinen Tandempartner (und zugleich -gegner) Dmitri Medwedew in Punkto Abenteuerlust und Verwegenheit um Längen übertrifft, ist spätestens seit der PR-trächtigen Waljagd mit der Armbrust eine Binsenwahrheit (Russland-Aktuell berichtete).
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Amerikanische Journalisten waren dieses innerrussischen Vergleichs wohl müde und dachten sich etwas Neues aus: Wer ist der coolste – Putin oder ihr eigener Staatsführer Barack Obama? Sie fanden heraus: eindeutig der Russe.
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Obama ist gegen Putin ein Weichei „Am Mittwoch hat Putin mit der Armbrust auf einen Grauwal geschossen. Am selben Tag hat Obama in einem Restaurant Schrimps verspeist. Und jetzt sagen Sie bitte: Wer ist der coolere?“ Beim Vergleich nach dem Muster „Ein Tag im Leben des…“ zog der Amerikaner demnach eindeutig den Kürzeren.
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Wohl nicht Putins Absicht, aber eine Tatsache: Sein amerikanischer Amtskollege steht in den Augen der Nation als Weichei das. Dazu hat Putin tatsächlich viel unternommen: Vor der Waljagd löschte er zwei Waldbrände, im Juli fuhr er bei einem Bikertreffen demonstrativ in schwarzer Kluft eine Harley.
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Im April legte er einem Eisbär ein Halsband um, mit dem das Tier über Satellit angepeilt werden konnte; letzten August betäubte er mit einem Schuss einen Amur-Tiger. Tauchgänge auf den Grund des Baikalsees und Flüge am Steuerknüppel eines Jagdbombers runden das Bild von Putin-Superman ab.
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Putin macht Punkte, Obama immer unbeliebter Gerade erst haben russische Soziologen die neuesten Umfrageergebnisse zur Beliebtheit von Putin und Medwedew veröffentlicht. Zwischen Juni und August ist Putins Rating von 74 auf 78 Prozent gestiegen, nicht zuletzt wegen seines aktiven Einsatzes während der verheerenden Waldbrände.
Präsident Medwedew bejahen 73 Prozent der Russen. Mit seinen publikumsträchtigen Aktionen hat Putin gegenüber seinem Partner und Konkurrenten einige Punkte gut gemacht.
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Bei Obama sieht das schlechter aus. Das russische Meinungsforschungsinstitut gibt ihm nur noch 43 Prozent auf der Beliebtheitsskala – so wenig wie nie zuvor. Schuld sind die hartnäckige Wirtschaftskrise in den USA und die Ölpest im Golf von Mexiko.
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Do it like Putin? “Was wäre aber, wenn Obama mit einem Grisley-Bären ringt oder mit dem Fallschirm über dem Grand Canyon abspringt“, fragt sich die „Chicago Tribune“ zum Schluss voller Ironie. Nur Windsurfen soll er besser lassen, meinen die Journalisten.
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Damit ist nämlich John Kerry 2004 (bildlich gesprochen) auf den Bauch gefallen – im Wahlkampf gegen George Bush wollte er sich als tollen Hecht zeigen. Nur wurde nichts daraus: Wegen absoluter Windstille fiel das Surfen ins Wasser und er saß auf dem Trockenen. Und verlor dann auch noch die Wahl.
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