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Montag, 30.08.2010
Abgeordneter der Kremlpartei unter Entführungsverdacht
Tambow. Juri Petrow vertritt Einiges Russland in der Gebietsduma von Tambow. Der Besitzer einer Tabakfabrik soll einen Geschäftskonkurrenten ein Jahr lang in seiner Gewalt gehabt haben. Petrow sitzt jetzt in U-Haft.
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Der 47-jährige Geschäftsmann und Politiker soll einen Mitarbeiter seines Unternehmens angewiesen haben, einen Konkurrenten, der ihm Geld schuldete, unter menschenunwürdigen Bedingungen einzusperren und zu misshandeln.
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Im Laufe eines Jahres sei der Entführte unter ständiger Bewachung an mehreren Orten festgehalten worden, teilt die Ermittlungsbehörde heute mit. Petrow wurde verhaftet und muss sich demnächst vor Gericht wegen Freiheitsberaubung verantworten.
Valentin Mironow, Mitglied der Regionalfraktion von Einiges Russland, bezeichnet den Vorfall als „unangenehm für die Partei“. Über einen Ausschluss Petrows werde aber nicht gesprochen: „Wir werden uns mit der Anklage bekanntmachen und dann natürlich auf das Gerichtsurteil warten“, zitiert ihn Interfax.
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Die Zeitung „Kommersant“ hat sich in Petrows Bekanntenkreis umgehört. Dort wird vermutet, er hätte sich „gegen den Versuch einer feindlichen Übernahme durch Konkurrenten gewehrt“. Seine Fabrik produziert u. a. filterlose Zigaretten der Marke „Prima“, die besonders in Militäreinheiten und Gefängnissen Absatz finden.
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Petrows Bekannte vermuten hier einen Zusammenhang. Vertreter der Tabakbranche halten diese Version jedoch für wenig wahrscheinlich, so der „Kommersant“.
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