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Eines der Hauptgesprächsthemen in Nischni-Nowgorod ist der Opel-Magna-Deal (Foto: Kapitonova/.rufo)
Eines der Hauptgesprächsthemen in Nischni-Nowgorod ist der Opel-Magna-Deal (Foto: Kapitonova/.rufo)
Donnerstag, 17.09.2009

Umfrage: Rettet Opel-Magna die russische Autoindustrie?

Nischni-Nowgorod. Was bringt der Opel-Deal der russische Autoindustrie? Welche Hoffnungen verbinden die Menschen in Nischni-Nowgorod damit, wo in den GAZ-Werken die Wolgalimousinen gebaut werden? Russland-Aktuell befragte sie.

Noch ist nicht ganz klar, in welcher Form der Wolga-Produzent GAZ an dem Opel-Geschäft beteiligt werden kann. War zu Beginn der Verhandlungen noch die Rede von einem russischen Konsortium Magna-Sberbank-GAZ, so verschwand GAZ bald unauffällig. Schließlich ist GAZ weitgehend pleite und vielleicht nicht idealste Partner im Geschäft.

Aber dennoch – das alte GAZ-Werk könnte vielleicht doch auch die Plattform für einen modernisierten Neuanfang werden, denn schliesslich arbeiten GAZ und Magna seit langem zusammen. Magna liefert Einzelteile für einige neuere PKW-Modelle (wie den Wolga Siber) – die inzwischen allerdings alle in Russland kaum noch verkäuflich sind.

Russland-Aktuell untersuchte die Stimmung in der Stadt an der Wolga. Die Frage an die Menschen lautete: Was bedeutet das Opel-Geschäft für die russische Autoindustrie, für Nischni-Nowgorod und für Sie selbst?

Passanten in der Innenstadt von Nischni-Nowgorod. Von den Befragten wollten sich nur wenige fotografieren lassen. (Foto: Kapitonova/.rufo)
Passanten in der Innenstadt von Nischni-Nowgorod. Von den Befragten wollten sich nur wenige fotografieren lassen. (Foto: Kapitonova/.rufo)
Natalia, Lehrerin: Ich glaube, dass es der russischen Autoindustrie nur gut tun kann. Opel ist ein international bekannter Autoproduzent. Seine Technologien und Erfahrung könnte unsere Autoinsutrie ganz gut gebrauchen. Außerdem wären das aussichtsreiche Kontakte für unsere Autokonzerne.

Für Nischni-Nowgorod allerdings hat das nicht so viel Bedeutung. Das Wichtigste ist, dass möglicherweise neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Vielleicht wird so eine Kooperation auch für bessere Qualität der GAZ-Produkte sorgen. Hauptasache: je mehr Arbeit, desto besser. Für mich persönlich ist das vor allem ein Grund, auf mein Land stolz zu sein.

(Foto: Kapitonova/.rufo)
(Foto: Kapitonova/.rufo)
Elena, Rentnerin: Ich habe davon bisher noch nichts gehört. Aber wenn das wirklich eine deutsche Firma ist, dann kann es nur gut für uns sein. Sowohl für die Autoindustrie, als auch für die Stadt. Ich würde mich freuen.

Dmitri, Arzt: Dadurch ändert sich nichts. Die russische Autoindustrie wird weiter am Tropf der staatliche Investitionen hängen. Wichtig kann das Opel-Geschäft für Oleg Deripaska sein, den Besitzer von GAZ. Profitieren davon wird nur er, nicht die Stadt und ihre Einwohner.

Sergej, Unternehmer: Es bleibt nur zu hoffen, dass dieses Geschäft unsere Autoindustrie positiv beeinflussen wird. Viele Menschen haben die russische Autoindustrie und ihre Erzeugnisse seit langem satt. Man kann kaum von irgendwelcher Verkehrssicherheit der Autos aus russischer Produktion sprechen, geschweige denn von guter Qualität. Alle Autos sind längst veraltet und technisch überholt.

Passanten in der Innenstadt von Nischni-Nowgorod. Von den Befragten wollten sich nur wenige fotografieren lassen. (Foto: Kapitonova/.rufo)
Passanten in der Innenstadt von Nischni-Nowgorod. Von den Befragten wollten sich nur wenige fotografieren lassen. (Foto: Kapitonova/.rufo)

Neues Blut für die russische Autoindustrie?


Vielleicht ändert sich etwas in den Köpfen unserer Politiker, so dass sie unsere Autoindustrie nicht mehr blind unterstützen werden. Die russische Autoindustrie braucht neues Blut. Jedoch weiß ich nicht, ob das helfen wird. Vielleicht wird dieses neue Blut einfach untergehen.

Ich habe auch nicht verstanden, ob das alles irgendwie mit GAZ zu tun hat. Wenn aber, dann ist das Wichtigste, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Für mich persönlich wird sich jedenfalls nichts ändern.

Olga, Studentin: Die russische Autoindustrie wird vielleicht endlich lernen, wie man einigermaßen gute Autos zu einem vernünftigen Preis bauen kann – anstelle des Wolga Siber. Es war überhaupt keine gute Idee, den amerikanischen Chrysler Sebring (GM) als Vorbild zu nehmen und einen russischen Wolga Siber daraus zu machen. Viele Menschen, an die 8.000, so viel ich weiß, wurden gerade wegen des Misserfolges mit Siber entlassen.
Vielleicht werden sie nun wieder angestellt? Ich persönlich werde mich nur darüber freuen, wenn es klappt. Nischni wird bekannter und meine Landsleute finden Arbeit.


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