Moskau. Der kanadische Chef des Zirkusunternehmens Cirque du Soleil, Guy Laliberté, ist nach zwei Tagen in der Erdumlaufbahn mit einer Sojus-Kapsel an der ISS angedockt und damit wohlbehalten im All angekommen.
Die Kapsel mit dem 50-jährigen Milliardär, einem russischen Kosmonauten und einem amerikanischen Astronauten an Bord war vorgestern vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan Richtung Internationale Raumstation gestartet.
Nach dem Andocken mussten die drei noch zwei Stunden lang auf den Druckausgleich warten, bevor die Luken zur ISS sich öffneten. Und endlich kann Laliberté ohne störenden Raumanzug wieder seine Clownsnase aufsetzen.
Ein bisschen Spaß muss immer sein, so sein Motto. Vor allem aber will Laliberté mit einer Mega-Medienshow auf den Trinkwassermangel auf der Erde aufmerksam machen – und auf seine eigene Trinkwasserstiftung "one drop".
Er ist übrigens wohl doch nicht der siebte und vorerst letzte Raumtourist – ab 2012 will die US-Firma Space Adventures pro Sojus-Tour zwei Touristen mitnehmen, wobei einer davon als Bordingenieur ausgebildet wird.
Hauptsache, man lässt sich die Laune nicht verderben.Dann lässt es sich auch im hintersten russischen Dorf noch recht gut leben.( Topfoto: Mrozek/.rufo)