Bunte Kuppeln im Höhlenkloster von Petschory. (Foto: wikipedia.org)
Höhlenkloster Petschory: Heiligtum an der Westgrenze
Das Höhlenkloster von Petschory, nur wenige Kilometer von der estnischen Grenze entfernt, ist eines der wichtigsten Zentren des orthodoxen Christentums im europäischen Russland. Mehrere von einer 800 Meter langen Festungsmauer umgebene Kirchen und Wohngebäude der Mönche bilden ein architektonisch wunderschönes Ensemble.
Die Geschichte des Kloster beginnt Ende des 15. Jahrhunderts mit der Weihung einer ersten Felsenkirche. Die in einen Felsen eingeschlagenen unterirdischen Gänge dienen seit Jahrhunderten als letzte Ruhestätte der Mönche.
Wegen seiner Lage an der Westgrenze des Russischen Reiches musste das Kloster immer wieder in seiner Geschichte Angreifer abwehren, Nur ein einziges Mal wurde es von schwedischen Truppen erobert.
Der Prunk und Reichtum des Klosters steht leider in einem krassen Gegensatz zu der vernachlässigten Grenzstadt Petschory. Die Stadt und ihre Umgebung gehörten in der Zeit zwischen den Weltkriegen zu Estland, und auch heute noch fordern estnische Nationalisten eine Rückgabe der an Russland gefallenen Gebiete.
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)