Einigung bei Tarifstreit im Ford-Werk St. Petersburg
St. Petersburg. Die Streikgefahr bei Ford Russland ist gebannt. Die Angestellten des amerikanischen Autobauers haben das neue Lohnangebot von Ford angenommen und verdienen nun zwischen 16 - 21 Prozent mehr.
Ursprünglich hatte die Gewerkschaft eine Anhebung der Bezüge um 30 Prozent gefordert. Nun gaben sich die Arbeiter mit dem Gegenangebot zufrieden. "1.300 Leute haben abgestimmt, und die Mehrheit der Arbeiter stimmte für die Annahme", erklärte der Gewerkschaftsführer Alexej Etmanow.
Ende vergangenen Jahres hatten die Beschäftigten des Ford-Werks Wsewoloschsk (Gebiet Leningrad) für fast einen Monat die Arbeit niedergelegt, ehe die Werksleitung nachgab und Verhandlungen ankündigte.
Der neue Durchschnittsverdienst eines russischen Ford-Arbeiters liegt nach der Einigung bei 25.586 Rubel (710 Euro). Das Einstiegsgehalt liegt bei 19.000 Rubel (530 Euro).
Über die Perspektiven deutsch-russischer Zusammenarbeit diskutierten am 11.3. in Moskau Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der Vizevorsitzende der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer, Alexej Mordaschow und einige hundert Unternehmer, moderiert vom Vorsitzenden des deutsch-russischen Forums, Ernst-Jörg von Studnitz. (Topfoto: Mrozek/.rufo)