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Mittwoch, 21.01.2009
Moskau: Psychiater geben Krisenopfern Telefonhilfe
Moskau. Das Moskauer Serbski-Zentrum für Psychiatrie hat eine Hotline für Menschen eingerichtet, die unter der Finanzkrise leiden. Bisher zeigen die Russen jedoch eine „vernünftige Reaktion“ auf die Folgen der Krise.
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Nach Angaben der Direktorin des Serbski-Zentrums, Tatjana Dmitrijewa, wenden sich seit Beginn der Finanzkrise etwa zehn Prozent mehr russische Bürger an Psychiater, 20 Prozent mehr Russen suchen Psychotherapeuten auf.
Die Antikrisen-Hotline, die an Werktagen erreichbar ist, trifft ebenfalls auf reges Interesse, obwohl es noch zu früh sei, statistisch brauchbare Aussagen zu machen. Die „Kunden“ auf der Telefonlinie sind aber zumeist Menschen, die ihre Arbeit verloren haben oder kurz vor der Entlassung stehen.
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Obwohl bei den Menschen bisher „eine vernünftige Reaktion überwiegt“, fürchten die Psychiater das Ansteigen von „Alkoholpsychosen“. Wie sehr die Psyche der Leute in Mitleidenschaft gezogen wird, hänge auch von der Staatspolitik ab, so Dmitrijewa:
„Mit einem strategischen Entwicklungsplan bekommen die Menschen neuen Optimismus. Wenn sie sich aber allein gelassen fühlen, ist eine weitere Neurotisierung unvermeidlich.“
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