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Freitag, 17.02.2006
Russland Zitat: Exil-Streit um bewaffneten Umsturz
Moskau. „Vor zwei Wochen erklärte Beresowski zum wiederholten Male, dass in Russland ein bewaffneter Umsturz bevor steht. Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.“ So zitiert die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ die Begründung für den Ankauf einer der größen Zeitungen Russlands „Kommersant“ durch den georgischen Geschäftsmann Badri Patarkazischwili. Sowohl der Verkäufer als auch Käufer Patarkazischwili stehen in Russland auf den Fahndungslisten. Beide leben im Exil.
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Patarkazischwili habe es satt, wegen der politischen Ambitionen Beresowskis in Georgien zu sitzen, berichtet „Wedomosti“. In einem Interview mit der Zeitung erklärt Beresowski heute, nach seiner Aussage über den bewaffneten Umsturz habe Patarkazischwili ihm vorgeschlagen, sich geschäftlich von einander zu trennen. Bei einem Treffen der alten Geschäftsfreunde in Israel sei vereinbart worden, dass Patarkazischwili die Anteile Beresowskis am „Kommersant“ übernimmt.
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Beresowski hatte vor zwei Wochen in einem Interview bei „Echo Moskaus“ erklärt, er bereite seit Jahren einen bewaffneten Umsturz gegen das Putin-Regime vor. Das Regime müsse eher zusammenbrechen, als der russische Staat.
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Patarkazischwili ist seit 2001 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft zur Fahndung ausgeschrieben und lebt seitdem in Georgien. Er war in den 90-iger Jahren längere Zeit Finanzdirektor des russischen Ersten Fernsehprogramms ORT, dessen Aktienmehrheit zu der Zeit bei Beresowski lag. Beresowski selbst flüchtete im Jahre 2000 vor Betrugsermittlungen nach London.
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(gim/.rufo)
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