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Mittwoch, 19.12.2007
Tschetschenische Truppen in Abchasien und Südossetien
Grosny. Angehörige zweier nur aus Tschetschenen gebildeten Sondertruppen-Bataillone der russischen Armee sind nach Abchasien und Südossetien verlegt worden. Sie sollen dort eventuelle georgische Übergriffe abwehren und „die Olympischen Spiele in Sotschi 2014“ schützen.
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Der bisher nur gerüchteweise bekannte Einsatz der tschetschenischen Kämpfer auf Seiten der Separatisten in den beiden abtrünnigen georgischen Provinzen wurde jetzt erstmals von einem russischen Militär bestätigt – allerdings auch aus Tschetschenien: Said-Magomed Kakijew, Vize-Militärkommandant von Tschetschenien, erklärte in einem Interview, ein Teil der Angehörigen des früher von ihm selbst kommandierten Bataillons „Sapad“ seien inzwischen in Abchasien im Einsatz.
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Wie die „Nesawissimaja Gazeta“ berichtet, hat auch der tschetschenische Kommandeur des Bataillons „Wostok“ bestätigt, dass seine Leute jetzt unter anderem in Südossetien stationiert seien.
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Die beiden tschetschenischen Einheiten sind hauptsächlich aus kampferprobten ehemaligen Angehörigen der Separatisten-Gruppen formiert. Schon Anfang der 90er Jahre, als die Abchasier sich in einem blutigen Konflikt von Georgien lossagten, kämpften Tschetschenen unter dem Kommando des später als Top-Terroristen gesuchten Schamil Bassajew auf deren Seite.
Offiziell befinden sich in den beiden Republiken seitens Russland nur Angehörige der von den jeweiligen Konfliktparteien und Russland gemeinsam formierten Friedenstruppen, die Zusammenstöße verhindern sollen.
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Kampfeinheiten und erst recht nicht Spezialtruppen gehören nicht zu dieser Mission. Die russische Armee hat ihren letzten Stützpunkt in Georgien im November aufgelöst und die Truppen abgezogen.
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„Weder das russische Verteidigungs- noch das Außenministerium werden je offiziell die Anwesenheit (der Tschetschenen) bestätigen“, so der Georgien-erfahrene russische Generalleutnant Juri Netkatschjow. Sie könnten formell auch als Ingenieure, Minensucher oder Beobachter angerückt sein.
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Allerdings hält Netkatschow den Einsatz der tschetschenischen Sondertruppe in den beiden Provinzen für gerechtfertigt. „Sie haben kolossalen Kampfgeist und Erfahrungen. Der Generalstab sollte dies in jenen Regionen einsetzen, wo Russland geopolitische Interessen hat“.
(ld/.rufo/St.Petersburg)
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