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Sonntag, 16.07.2006
Verhaftete deutsche G8-Gegner wieder freigelassen
St. Petersburg. Die beiden Anfang der Woche in St. Petersburg inhaftierten deutschen Teilnehmer einer Anti-G8-Fahrradkarawane sind freigelassen und nach Estland abgeschoben worden.
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Wie Henning Wallarius, einer der beiden verhafteten Bielefelder Studenten Russland-aktuell in der Nacht auf Sonntag mitteilte, seien er und Eike Korfhage am Samstag aus ihnen nicht einsichtigen Gründen frei gelassen und abgeschoben worden. Die beiden waren am Dienstag wegen angeblichen „wilden Pinkelns“ von einem Gericht zu zehn Tagen Haft verurteilt worden.
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Der gemeinsam mit ihnen eingereiste und im Gefängnis sitzende Schweizer G8-Gegner Adrian Sauter sei dagegen weiterhin in Haft, berichtete Korfhage aus Narva, wo sich die beiden jetzt aufhalten. Ihr Gepäck und ihre Fahrräder, die im deutschen Generalkonsulat aufbewahrt wurden, konnten sie mitnehmen.
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Ihre Haftbedingungen bezeichnete Korfhage als „besser als erwartet“. Eine gewisse Sonderbehandlung für Ausländer sei zu spüren gewesen. Allerdings hätte sich der tägliche Freigang auf 15 Minuten und eine Fläche von 12 Quadratmeter beschränkt.
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Deutsche Regierungskreise hatten die Verhaftung der beiden vor Beginn des G8-Gipfels als „sehr ärgerlich“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass derartige Fälle das von Putin gezeichnete Bild Russlands als ein für Kritik offenes Land belasten.
(ld/.rufo)
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