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| Sind die meisten Russen krank, weil sie glücklich sind? (Foto: newsru.com) | |
Mittwoch, 11.11.2009
Glücklich in der Krise? Ein Fall für den Psychiater!
St. Petersburg. Der Chefpsychiater von St. Petersburg hat einen Verdacht: Nachdem 72 Prozent der Russen bei einer Umfrage erklärt haben, sie seien trotz Krise glücklich, scheint ihm, seine Landsleute seien psychisch krank.
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Anfang dieser Woche hatte das Meinungsforschungsinstitut WZIOM die Ergebnisse einer Umfrage im Land veröffentlicht. Sie ergibt: Mehr als zwei Drittel der Russen fühlen sich glücklich, und die Krise hätte darauf überhaupt keinen Einfluss.
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Psychiater Sergej Litwinzew will den Zahlen keinen Glauben schenken. „Mit der Statistik zu streiten, ist natürlich schwer, aber ich glaube nicht so recht, dass 72 Prozent der Russen Glück empfinden. Das Land ist in der Krise, die Zeiten sind schwer.“
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Womöglich ein manisches Syndrom Es gäbe eine durchaus weit verbreitete, aber nicht ansteckende Krankheit, die in der Schulmedizin als „manisches Syndrom“ bezeichnet wird. „Das ist ein Zustand der grundlosen Euphorie, die Kranken sind in gehobener Stimmung“, so Litwinzew.
Der verdächtig hohen Zahl der „glücklichen Russen“ widerspricht auch der von der New Economics Foundation im Sommer 2009 erstellte „Happy Planet Index“. In diesem Rating hockt Russland nämlich weit abgeschlagen auf dem 108. Platz unter 143 Ländern.
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Glück im Shopping und Privatleben Und was die Mittel angeht: Wer sich im Russland der Krise glücklich fühlen will, geht einkaufen und genießt den Umgang mit Verwandten und Freunden. Zu diesem Schluss kam eine Umfrage vom Dezember letzten Jahres.
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Dabei sind in Russland (wie in vielen anderen Ländern auch) Frauen glücklicher als Männer. Während Männer ihr Wohlbefinden mehr von ihrer finanziellen Lage abhängig machen, schöpfen Frauen mehr positive Emotionen im Familien- und Freundeskreis.
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