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Wie du mir, so ich dir: Das "Prinzip der Gegenseitigkeit" macht Reisen nicht leichter (Foto: Vesti/.rufo)
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Dienstag, 09.11.2010

Russische Konsulate verschärfen Visa-Bestimmungen

Berlin. Während auf oberster Ebene zwischen der EU und Russland über die Visa-Abschaffung debattiert wird, werden in der Realität die Schrauben angezogen: Russlands Konsulate verlangen jetzt einen Nachweis der „Rückkehrwilligkeit“.

Bei Russland-Aktuell
• Medwedew: Registrierung von EU-Ausländern abschaffen (09.11.2010)
Wie die russische Botschaft in Berlin mitteilte, gelten seit dem 1. November neue Bestimmungen, die bei einer Visa-Beantragung die Vorlage weiterer Dokumente wie Kontoauszug, Verdienstbescheinigung, die Registrierung einer eigenen Firma, den Nachweis von Wohneigentum oder – bei Geschäftsreisen – eine Bestätigung des Arbeitsgebers verlangen.

Geregeltes Gehalt, Wohnung oder Firma


Für die Beantragung von Visa für private oder touristische Reisen werden jetzt bei der Antragstellung Garantien für die „Rückkehrwilligkeit in den Aufenthaltsstaat“ verlangt. Dazu gehören der persönliche Nachweis eines regelmäßigen Einkommens durch Arbeits- und Verdienstbescheinigung (im Original) oder einen Kontoauszug der Bank, die Registrierung einer eigenen Firma (Original und Kopie) oder der Nachweis von Wohneigentum bzw. ein Mietvertrag einer privat genutzten Wohnung.

Bei Russland-Aktuell
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• Medwedew: Visafreier Verkehr Russland/Europa muss sein (21.07.2010)

Geschäftsreise: Ohne "Kommandirowka" geht nichts


Auch für Geschäftsreisende gelten strengere Regeln: Von Selbstständigen verlangt Russland nun einen Nachweis der Registrierung der eigenen Firma, von Angestellten eine Bestätigung des Arbeitgebers auf Firmenpapier. Diese muss die Position des Arbeitnehmers im Unternehmen sowie sein monatliches Gehalt angeben und bekräftigen, dass der Angestellte zu einer Dienstreise nach Russland entsandt wird.

Auch ist der Zweck der Geschäftsreise zu benennen – wie Kunden oder Projekte betreuen, Kontakte knüpfen, Geschäftsanbahnung, Verhandlungen führen, etc…

Die neuen Regelungen sind eine Retourkutsche für ähnliche Bedingungen, wie sie die Schengen-Staaten bei der Visa-Erteilung an russische Staatsbürger aufstellen.

Auf der Webseite der Konsularabteilung der russischen Botschaft wird dies im Diplomaten-Jargon als das „Prinzip der Gegenseitigkeit“ bezeichnet.



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gerald49 08.01.2011 - 09:07

Warum macht man einer 50jährigen Frau aus Novosibirsk so grosse Schwierigkeiten und verweigert ihr neuerdings ein Schengenvisum,nur weil sie ein Ehefähigkeitszeugnis beantragt(und auch erhalten hat)?Vorher war es kein Problem,sie war mehrmals in Deutschland und im Zuge dessen bei mir in Österreich.Hat man in Russland Angst eine wertvolle Arbeitskraft zu verlieren?Wir kennen uns mittlerweile seit mehr als 2 Jahren und wollten letztes Jahr in Österreich heiraten!


Holger Eekhof 17.12.2010 - 11:47

Dem Wahnsinn sind keine Grenzen gesetzt

Für einen Investor ist diese lächerliche Nummer vollkommen uninteressant, dort sorgt die Sekretärin oder eben das Reisebüro für das Visum... es trifft leider wieder die ganz normalen Durchschnittsbürger, die nur mal eben nach nebenan gucken möchten... es ist die Spiegelung der Idiotie des Westens, nicht mehr, nicht weniger. 200 Jahre Aufklärung haben im Westen nicht gereicht, warum sollte der Osten schneller sein? Wir bleiben eben noch ne Weile bei mein Förmchen, dein Förmchen, solange niemand mehr die vom anderen gebaute Burg zerdeppert ist das auch schon was :)
Und das 21. ist ja noch nicht vorbei, es bleibt ein Silberstreif ...


Paulsen-Consult 16.11.2010 - 22:08

Welches Land ist zu dieser Reaktion noch fähig?

Ich meine, es ist doch ein bisschen absurd, Geschäftsleute, die in Russland investieren, wie Wirtschaftsflüchtlinge zu behandeln, oder?\\r\\nDiese offensichtliche und sehr platte Revanche hat geradezu etwas Rührendes. Ich glaube, zu so einer Reaktion sind nur russische Politiker fähig. Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll.


Harald Dust 11.11.2010 - 08:58

Hört denn dieses Theater der Politiker niemals auf? Ich meine beide Seiten. Es istz ein Greuel zu sehen, wie ein paar Leute alles behindern. Ein Wort an beide Seiten, schafft diesen Blödsinn endlich ab. Wir leben im 21. Jahrhundert!!


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