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Mittwoch, 23.01.2013

Duma will Einbürgerung für Ex-Sowjetbürger erleichtern

Moskau. Das russische Parlament hat heute in erster Lesung einen Gesetzentwurf angenommen, der allen ehemaligen Bürgern der Sowjetunion sowie ihren Nachkommen im Falle einer offiziellen Übersiedlung unkompliziert die russische Staatsbürgerschaft zuspricht.


Gegenüber den bisherigen Regelungen zur Einbürgerung von Ex-Sowjetbürgern würden damit zahlreiche bürokratische Hürden fallen: Gegenwärtig müssen Übersiedler im Rahmen eines staatlichen Programms zur Ansiedlung zunächst fünf Jahre im Land leben, den „Wid na Schitelstwa“ (Aufenthaltserlaubnis) erhalten, einen legalen Lebensunterhalt und russische Sprachkenntnisse nachweisen.

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Das bisherige Programm zur Integration von ehemaligen UdSSR-Bürgern und ihren Familien haben seit 2006 etwa 125.000 Menschen genutzt – wobei sich in letzter Zeit die Zahl der Übersiedler von Jahr zu Jahr verdoppelt.

Das Programm legt dabei aber fest, welche Wohnorte für die geförderte Übersiedlung in Frage kommen. Die bei Gastarbeitern besonders beliebten Metropolen Moskau und St. Petersburg sind beispielsweise nicht dabei.

Wladimir Schirinowski, der Vorsitzende der nationalistischen LDPR, forderte, die Erleichterungen zur Einbürgerung nur ethnischen Russen zu gewähren. Russland würde sonst wie Frankreich oder Großbritannien massiv von Bewohnern der ehemaligen Kolonien besiedelt. Die Kreml-treue Mehrheit der Duma besteht aber auf einem breiten Verständnis des Begriffes „Landsleute“.

Wie die Einbürgerung von Gerard Depardieu aufgrund eines Putin-Ukas unlängst bewies, hält man in der Staatsführung in Einzelfällen weder eine russische oder sowjetische Abstammung noch eine Niederlassung in Russland als notwendig für die Passvergabe.


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Holger Eekhof 23.01.2013 - 21:54

Ein kleiner Nachtrag...

nur ein kleiner Nachtrag: Ich Naivling erzähle dies natürlich prompt einem Freunde - aus Odessa gebürtig.

\"Du kannst jetzt einen russischen Pass haben, wenn du nach Russland möchtest\"

Antwort:

\"Wieso, ich hab doch einen, ich habe keine deutsche Staatsangehörigkeit beantragt.\"

In diesem Kontext ging es noch eine Weile weiter, bevor er überhaupt verstand, was ich wirklich meinte - für ihn im Selbstverständnis etwas völlig normales.

Ich brauche jetzt nicht zu erwähnen das der gute natürlich einen ukrainischen Pass hat ....

Ganz abgesehen davon:
Was macht ein Herr Schirinowski eigentlichlich am 9. Mai? Sich verstecken, bevor ihm ein paar ukrainische oder kasachische Veteranen ihre Meinung dazu einbläuen?
Und überhaupt, dieses - ski - am Ende seines Namens, was bitte ist darin russisch im Sinne Schirinowskis?
Soviel zum Thema russischer Nationalismus in Deutschland.


laufer 23.01.2013 - 14:32

AW Cello- hier: der Kämpfer von Gottes Gnaden

.... ist gut Cello- nur Spielzeug.Frage an dem Kämpfer: Bin eben kurz am Frankfurter-Hbf-Vorplatz vorbei geschrammt:

Sind es die blauen Pillen- weiße Schachtel- blaue Aufschrift mit dem Text:

Macht aus jedem Männlein einen Terminator?
Wenn ja, die Dinger hauen ja mächtig rein.


Holger Eekhof 23.01.2013 - 12:47

Ein wichtiger Schritt...

und gleichzeitig liefert Schirinowski wieder einmal die Erkenntnis, das er nicht national denkt, sondern das Alleinstellungsmerkmal des RussischSeins - was auch immer dies heute noch bedeuten soll - für ihn ausschlaggebend ist.
Schade, das er immer noch nicht erkannt hat, das Russland in der Vergangenheit eben keinen Kolonialismus, sondern eine imperialistische Außenpolitik betrieben hat - wird man ihm je den Unterschied vermitteln können?
Ganz zu schweigen vom letzten Jahrhundert - zu dieser Zeit waren diese angeblichen Kolonien Brudervölker.

Doch was leitet dieser Schritt wirklich in die Wege:

Er dient in erster Linie nicht als Einfallstor einer wirklichen Zuwanderung - er steht als ein Symbol.

Und zwar als ein Symbol an alle ehemaligen Sowjetbürger, die sich nach dem kalten Krieg in alle Teile der Welt aufgemacht haben, um neues zu erkunden und neue Chancen zu entdecken.

Er steht als Symbol für all diejenigen, die im sich selbst im Ausland als russische Bürger sehen, gleichgültig ob sie nun von der Krim, aus dem Kasachstan, aus Georgien, oder eben sonstwo her kommen - und sogar gleichgültig davon, ob sie inzwischen einen beispielsweise deutschen Pass haben oder nicht.

Dieser Schritt wird diese persönliche Identifizierung mit dem Heimatland Russland vorantreiben - und denken wir an die zweite oder kommende weitere Generationen, sie werden sich selbst als Mittler interpretieren, die sich auch Ihrer russischen Heimat verpflichtet fühlen werden, wenn sie irgendwann einmal in englischen, französischen oder deutschen Parlamenten sitzen werden.

Durch diesen Schritt hat Russland viele Millionen Botschafter gewonnen, und vor allem, Millionen aus dem inneren Dilemma des \"fahnenflüchtigen\" erlöst.

Bravo!


laufer 23.01.2013 - 11:22

Stoll- der Kämpfer

..... ich muss schnell dringend außer Haus......zapfen Sie sich 2 Liter Blut des Cello ab- kleiner Terminator des Eckstübchens.


laufer 23.01.2013 - 11:00

Er wieder, der es nie lernt!!!!

Lieber Herr Stoll,

bei Ihnen kommt es erst gar nicht in den Boxring mit 8-9-aus-k.o.
Der Boxer steht da und wartet und fragt: Wo ist Stoll?
Antwort: Der hat sich gerade eben verdrückt!
Sie- 8-9-k.o- mit dem Mundwerk-..... Kämpfer von Gottes-Gnaden


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