General Solowjow: USA treiben Russland zum Wettrüsten
Moskau. Der Oberbefehlshaber der russischen Spezialeinheiten in der Armee, General Juri Solowjow, hat eine neue Runde des Wettrüstens vorausgesagt. Schuld daran sei die Aufstellung des US-Raketenschildes in Europa, sagte der General.
"Das [die Aufstellung des Raketenschilds - d.R.]ist eine sehr brennende und politisch wichtige Frage, sie kann uns in ein neues Wettrüsten treiben", sagte Solowjow wörtlich.
Allerdings fügte er hinzu, dass der US-Raketenschild keine maßgeblichen Auswirkungen auf die Einsatzfähigkeit der strategischen Waffen Russlands habe. "Sie können meiner Ansicht nach unsere Interkontinentalraketen nicht gefährden", meinte Sokolow.
Der Streit zwischen Russland und den USA über die Aufstellung des Raketenschildes gärt schon über ein Jahr. Unter dem Konflikt haben die russisch-amerikanischen Beziehungen deutlich gelitten. Auch Europa streitet inzwischen über den Sinn des Raketenabwehrsystems.
Über die Perspektiven deutsch-russischer Zusammenarbeit diskutierten am 11.3. in Moskau Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der Vizevorsitzende der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer, Alexej Mordaschow und einige hundert Unternehmer, moderiert vom Vorsitzenden des deutsch-russischen Forums, Ernst-Jörg von Studnitz. (Topfoto: Mrozek/.rufo)