St. Petersburg. Die Chronik der Newa-Metropole ist um ein weiteres blutiges Kapitel rassistischer Überfälle "reicher". Jugendliche haben den tatarischen Studenten Damir Sainullin überfallen und zusammengeschlagen. Eine Jugendliche aus der Skinhead-Szene tötete den Studenten dann mit einer zerbrochenen Flasche.
Am Donnerstagabend verhaftete die Polizei zunächst einen Mittäter, der unweit vom Tatort von seinen Kumpanen verbunden wurde. Er wies mehrere Schnittverletzungen in den Beinen auf, die er sich "im Eifer des Gefechts" zugezogen hatte. Er soll Sainullin mit Armen und Beinen traktiert haben.
Am Freitag gelang es der Polizei dann, auch den zweiten Tatverdächtigen festzunehmen. Dabei handelt es sich um eine 23-jährige Studentin, die wohl den tödlichen Angriff mit der Flasche auf den Tataren ausgeübt hatte. Bei der Aktion hatte sie auch ihren Mittäter versehentlich verletzt.
Es ist nicht der erste rassistische Überfall in St. Petersburg. Allein in diesem Jahr gab es bereits drei Tote und 62 Verletzte in der Newa-Metropole. Allerdings ist rechte Gewalt nicht allein auf St. Petersburg beschränkt. Insgesamt fielen im 1. Halbjahr 2007 in Russland bereits 34 Menschen den Angriffen von Neonazis zum Opfer.
Über die Perspektiven deutsch-russischer Zusammenarbeit diskutierten am 11.3. in Moskau Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der Vizevorsitzende der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer, Alexej Mordaschow und einige hundert Unternehmer, moderiert vom Vorsitzenden des deutsch-russischen Forums, Ernst-Jörg von Studnitz. (Topfoto: Mrozek/.rufo)