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Montag, 06.09.2010

Polizeifolter: 17-Jähriger könnte Genitalien verlieren

Nischni Nowgorod. Im Gebiet Nischni Nowgorod sollen Milizionäre einem Jungen die Hoden blutig geschlagen haben. Die Ärzte fürchten, er könnte seine Genitalien verlieren. Die Miliz in dem Ort hat einen sehr schlechten Ruf.

Nach Angaben des Betroffenen und seines Freundes, wurden die beiden ohne Anlass auf der Straße verhaftet und auf die nächste Milizwache verbracht, wo sie grausam geschlagen wurden. Auf der zentralen Wache ging die Folter weiter, wobei der 17-jährige Nikita mehrere Tritte in den Genitalbereich bekam.

Gegen Morgen wurden die Jungen „entlassen“; Nikita kam in Begleitung der Jugendbeauftragten des Kreises Kstowo nach Hause. Die verlangte angeblich von seiner Mutter, eine Erklärung zu unterschreiben, dass sie „keine Beanstandungen gegenüber der Miliz“ habe. Die Mutter weigerte sich.

Bei Russland-Aktuell
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• Medwedew will russische Miliz in Polizei umbenennen (06.08.2010)
• Unkollegial: Polizist beisst Bahnpolizist ins Bein (21.07.2010)
• Gebrochener Arm ist kein Beweis für Polizeigewalt (21.07.2010)
Stattdessen wandte sie sich an die Bürgerrechtsgruppe „Komitee gegen die Folter“, und die brachte den unerhörten Fall an die Öffentlichkeit. Sie will eine „sorgfältige und allseitige Untersuchung“ durchführen, damit die Schuldigen ihre Strafe bekommen.

Die Miliz der Kleinstadt Kstowo hat schon länger einen sehr schlechten Ruf. Für Aufsehen sorgte Ende 2009 der Fall eines Rentners, der auf der Wache durch Folter dazu gebracht werden sollte, einen Mord zu gestehen, den er nicht begangen hatte.

Die Milizionäre kamen in dem Fall ungeschoren davon, weil im Endeffekt Aussage gegen Aussage stand. Im Fall von Nikita könnte es möglicherweise bessere Chancen geben, da nach Angaben der Jugendlichen „mehrere Menschen im Raum waren“. Ob die gegen ihre Kollegen aussagen, ist jedoch noch fraglich.

Im März 2006 folterten die „Ordnungshüter“ von Kstowo einen jungen Mann, der auf die Wache gekommen war, um den Verlust eines Computers und von Papieren anzuzeigen. Die waren während einer Hausdurchsuchung verschwunden. Die „Sadisten mit Schulterklappen“ wollten den Mann dazu zwingen, die Anzeige zurückzunehmen.



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Nicolai 18.09.2010 - 13:48

In Deutschland nicht anders

Hier in Deutschland und vor allem in Österreich siehts nicht anders aus, auch hier stehen Schläge bis hin zu Knochenbrüchen durch brutale Prügelpolizisten hoch auf der Tagesordnung. Gerade bei Verkehrskontrollen gibts fast jedesmal Faustschläge und schallende Ohrfeigen, wenn man etwas dagegen sagt kann durch noch kräftigere Schläge auch schonmal ein Knochen brechen. Einmal so geschehen, ein ander Mal hat der älteste der Polizisten die Kollegen mehrfach dazu aufgefordert so zu schlagen und zu ohrfeigen daß nichts bricht. Ging dann lediglich mit Prellungen einher. Aber wenns nur die Hoden sind würd ich mir außer natürlich wegen den bestialischen Schmerzen keine Gedanken drumm machen. Ist die allerbeste Vorstufe zu ner Geschlechtsumwandlung zur Frau und somit zu einem doch etwas besseren Leben. In meiner Kastrantenzeit (Hodenentfernung als Vorstufe zur Geschlechtsumwandlung) hätte ich soferns einer gesehen hätte hätte ich grade mal gesagt daß diese aufgrund massiver Schläge durch die Polizei amputiert werden mußten. Wäre ja nichts ungewöhnliches gewesen.


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