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| Bei dem Geiseldrama in Beslan starben über 300 Menschen (Foto: NTW) | |
Montag, 17.01.2005
Sekte will Terroropfer von Beslan auferwecken
Moskau. Eine dubiose russische Sekte hat den Einwohnern der Stadt Beslan angeboten, ihre bei dem Geiseldrama im vergangenen September umgekommenen Verwandten wieder zum Leben zu erwecken. Die Bewegung des Sektenführers Grigori Grabowoi sei auch weiterhin in der Kaukasusteilrepublik Nordossetien aktiv, sagte der Moskauer Sektenexperte Alexander Dvorkin dem epd.
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Für die Wiederauferweckung eines Toten verlangte die Organisation Berichten zufolge eine Gebühr in Höhe von umgerechnet etwas über 1.000 Euro.
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Dvorkin zufolge handelt es sich bei den Anhängern Grabowois um eine der zurzeit dynamischsten Sekten in Russland. Grabowoi selbst hat sich dem Experten zufolge zum neuen Christus erklärt und behauptet, er könne diverse Wunder vollbringen. Seinen Jüngern habe er versprochen, sie würden nicht altern. Die wiederauferweckten Toten könnten jedoch nach Auskunft des Sektenführers vorerst noch nicht zu ihren Familien zurückkehren und würden sich an einem geheimen Ort aufhalten.
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Beim gewaltsamen Ende der Massengeiselnahme in einer Schule von Beslan waren im September über 300 Menschen ums Leben gekommen. Unmittelbar nach dem Ende des Geiseldramas hatten auch die Scientology-Bewegung und die Zeugen Jehovas Missionskampagnen in der Kleinstadt gestartet.
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(epd/kp)
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