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| Kampfhubschrauber Tiger von Eurocopter (Foto: Eurocopter) | |
Donnerstag, 14.06.2007
Zwei russische Spione in Österreich verhaftet
Wien/Moskau. In Österreich sind ein Mitarbeiter der russischen Raumfahrtagentur und ein Offizier der österreichischen Armee unter Spionageverdacht verhaftet worden. Angeblich geht es um Hubschrauber von Eurocopter.
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Die Verhaftungen erfolgten bereits am Montag. Harald S., ein 51-jähriger Vizeleutnant, wurde im Haus seines Bruders in Gmunden festgenommen. Er war auf dem Fliegerhorst Vogler am Flughafen Linz für die Wartung von Hubschraubern der dort stationierten Staffel „AB212“ zuständig. Der Russe, dessen Namen die österreichische Presse mit Vladimir V. angibt, wurde auf dem Salzburger Hauptbahnhof verhaftet.
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Russe wurde auch von deutschen Behörden gesucht
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Wie die Zeitschrift „NEWS“ berichtet, lag gegen V. bereits ein EU-weiter Haftbefehl der deutschen Bundesanwaltschaft in Karlsruhe vor. Angeblich geht es bei dem Fall nicht um militärische Geheimnisse, sondern um die Übergabe von geheimen technischen Daten wie Elektronik-Bauplänen des europäischen Hubschrauber-Herstellers Eurocopter.
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In dem Spionage-Fall ermittlen das österreichische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), das Heeresabwehramt und das deutsche Bundeskriminalamt. Die beiden Verdächtigen seien seit einem Monat observiert worden.
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Vladimir V. war bis 2001 als russischer Handelsattaché in Wien akkreditiert. Jetzt verfügt er aber nur über einen gewöhnlichen Dienstpass und keinen Diplomaten-Ausweis, der ihm Immunität garantieren würde. Er sitzt deshalb seit seiner Festnahme in Wien in Untersuchungshaft.
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Mutmaßlicher Spion kam offiziell zu einer Raumfahrt-Tagung
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Die russische Botschaft protestierte in Wien gegen die Inhaftierung. V. sei als Mitglied einer offiziellen russischen Delegation eingereist, die an der Tagung des UN-Weltraumausschusses teilnehme. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos drückte ihr "Unverständnis" über den Vorfall aus. Der Festgenommene sei als korrekter Mitarbeiter bekannt.
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Laut „NEWS“ sei inzwischen aber bekannt, dass der mutmaßliche Spion gar nicht an der UN-Tagung in Wien teilgenommen habe. Die Verhaftung des „Top-Spions des russischen Militärgeheimdienstes GRU“ habe zu einer „schweren diplomatischen Krise“ zwischen Wien und Moskau geführt, so das Blatt.
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Offiziell erklärte das russische Außenministerium heute allerdings nur, es unternehme alles Notwendige, damit die Rechte des russischen Bürgers beachtet würden und betreibe dessen schnellstmögliche Freilassung. Zunächst habe man sich in Wien deshalb eine Aufklärung der Umstände der Verhaftung des Raumfahrtagentur-Mitarbeiters bemüht.
(ld/rufo/St.Petersburg)
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