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Stanislaw Goworuchin soll nun in Putins Wahlkampf Regie führen (Foto: A. Savin)
Stanislaw Goworuchin soll nun in Putins Wahlkampf Regie führen (Foto: A. Savin)
Donnerstag, 08.12.2011

„Volksfront“ soll Putins Wahlkampf koordinieren

Moskau. Der wieder nach dem Präsidentenamt strebende russische Premier Wladimir Putin hat den Filmregisseur Stanislaw Goworuchin zum Leiter seines Wahlkampf-Stabes ernannt. Der Stab wird nicht auf Basis der Partei ER aufgebaut.


Wladimir Putin trug heute dem 75 Jahre alten Stanislaw Goworuchin diesen Posten an. Putin war Ende November von der ihm treu ergebenen Partei „Einiges Russland“ einstimmig zum Präsidentschaftskandidaten bei den Wahlen am 4. März 2012 bestimmt worden.

Putin gibt seiner Volksfront eine neue Aufgabe


Den Wahlkampf koordinieren soll die in der öffentlichen Meinung und bei den Dumawahlen stark lädierte Partei nun aber nicht. Putin sagte, der Wahlkampfstab solle von der „Allrussischen Volksfront“ (ONF) aufgebaut werden.

Dieses Bündnis verschiedener gesellschaftlicher und politischer Gruppierungen war von Putin erst in diesem Jahr aus der Taufe gehoben worden, um die Wahlkampagne von ER zu unterstützen. Nach der Nominierung von Präsident Dmitri Medwedew (und nicht Putin) als Spitzenkandidat von ER war die Volksfront aber faktisch wieder in der Versenkung verschwunden.

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Vertreter der ONF erhielten bei der Duma-Wahl auf der Parteiliste von ER dennoch ein Viertel der Plätze eingeräumt. Wie Putin berichtete, würden nun in einer Reihe von Regionen gewählte Volksfront-Kandidaten von ER-Funktionären bedrängt, auf ihre Mandate zu verzichten. Putin wies Parteichef Boris Gryslow an, dafür zu sorgen, dass dies aufhöre – und appellierte an die Volksfront, sich dem Druck nicht zu beugen.

Goworuchin kandidierte einst gegen Putin


Putins Wahlkampfmanager Stanislaw Goworuchin ist in Russland sowohl als Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler wie auch als Politiker bekannt. Vom glühenden Antikommunisten wandelte er sich mit der Zeit zum Linkspatrioten und dann zum überzeugten Putin-Gefolgsmann.

Von 1993 bis 2003 und dann nochmals von 2007 bis jetzt war er Duma-Abgeordneter. Mit Präsidentenwahlen hat er ebenfalls persönliche Erfahrung: Im Jahr 2000, als Wladimir Putin sich erstmals zur Wahl stellte, kandidierte er ebenfalls. Goworuchin kam allerdings nur auf 0,44 Prozent.

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Das Kandidatenfeld formiert sich


Putin hatte gestern bei der Zentralen Wahlkommission seine Unterlagen zur Kandidatur eingereicht. Zur Präsidentenwahl werden neben ihm vorrangig die Leitfiguren der anderen wesentlichen russischen Parteien antreten: Gennadi Sjuganow von der KPRF, Wladimir Schirinowski von der nationalistischen LDPR und Grigori Jawlinski von der liberalen Partei Jabloko haben bereits ihre Bewerbung angekündigt. Noch offen ist, wenn die Linkspartei „Gerechtes Russland“ aufstellen wird.

Darüberhinaus haben sich bei der Wahlkommission bisher fünf Bewerber auf eigene Faust gemeldet.
Die bekanntesten unter ihnen sind Eduard Limonow, eine Führungsfigur der außer-parlamentarischen Opposition sowie Viktor Tscherepkow, der sich in den 1990er Jahren als Korruptionskämpfer auf dem damals brandheißen Bürgermeisterposten von Wladiwostok einen Namen machte.



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xy 08.12.2011 - 19:45

Volksfront“ soll Putins Wahlkampf koordinieren

ist doch völlig unwichtig, wer das macht. Putin gewinnt doch so wie so. Von der fünfte Kolonne, die im Auftrag der USA Wahlen fordern, bei der vor der Wahl noch keine Wahlscheine in der Urne liegen und bei der das ausgezählt wird, was die Wähler hineingetan haben lässt sich doch ein Putin nicht bei seiner Rettung Russlands aufhalten.


jich 08.12.2011 - 16:28

Wie schon mit Rogosin als NATO-Botschafter hat Putin ein gutes Händchen bewiesen, ist es zu hoffen, dass er auch hier richtig liegt!


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