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Kreml-Chef durfte er nicht werden, nun ist er zumindest Kreml-Verwaltungschef: Sergej Iwanow (Foto: vestiregion.ru)
Kreml-Chef durfte er nicht werden, nun ist er zumindest Kreml-Verwaltungschef: Sergej Iwanow (Foto: vestiregion.ru)
Freitag, 23.12.2011

Putin-Spezi Sergej Iwanow jetzt Kreml-Verwaltungschef

Moskau. Iwanow übernimmt die Führung der Kreml-Verwaltung und wird dort wohl auch nach dem Amtswechsel von Medwedew zu Putin bleiben. Sein Posten als Vizepremier könnte an Verteidigungsminister Serdjukow fallen.

Sergej Iwanow, wie Wladimir Putin ein KGB-Veteran aus St. Petersburg, gilt als treuer Gefolgsmann des gegenwärtigen Premierministers, der im Mai 2012 wieder in den Kreml einziehen will. Deshalb ist davon auszugehen, dass die gestrige Ernennung Iwanows auf den Schlüsselposten des Chefs der Präsidentenadministration bereits eine erste Drehung des Personalkarussells ist, das nach dem Amtswechsel unweigerlich zu rotieren beginnen wird.

Gryslow-Abgang bringt das Personalkarussell auf Touren


Iwanow folgt auf Sergej Naryschkin, der jetzt als neuer Parlamentsvorsitzender in der Duma amtiert. Nach den für die Putin-Hauspartei „Einiges Russland“ – trotz mutmaßlich heftiger Manipulationen – enttäuschend verlaufenen Duma-Wahl hatte Boris Gryslow, bisher oberster Parteimanager, ER-Fraktionschef und Duma-Vorsitzender in Persoanlunion, seinen Rückzug erklärt.
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Iwanow arbeitete schon zu Sowjetzeiten mit Putin in einer KGB-Abteilung zusammen. Als Putin Ende der 90er Jahre Chef des Inlandsgeheimdiesntes FSB wurde, bekam Iwanow einen Posten als Stellvertreter. Später wurde er Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrates und 2001 schließlich Verteidigungsminister.

2007 als Putin-Nachfolger von Medwedew ausgestochen


Ab 2005 war Iwanow Vizepremier, vorübergehend auch Erster Vizepremier. Zuletzt war er in diesem Amt für die russische Rüstungsindustrie zuständig. Gegen Ende der letzten Putin-Amtszeit als Präsident wurde Iwanow neben Dmitri Medwedew als aussichtsreichster Kandidat für die lange offene „Nachfolger-Frage“ gehandelt.

Nun zieht Iwanow also mit vier Jahren Verspätung doch in den Kreml ein – aber eben nicht als Präsident, sonder als dessen wichtigster Mitarbeiter. Außerdem dürfte Iwanow schon jetzt in der Übergangszeit die Kreml-Linie ganz im Sinne Putins steuern, etwa bei den jetzt von Medwedew angekündigten Demokratisierungs-Maßnahmen.

Folgt ein Wechsel im Verteidigungsministerium?


Iwanows vakant gewordenen Posten als Vizepremier in der Regierung übernimmt nach Informationen der Zeitung „Kommersant“ vermutlich der gegenwärtige Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow. Mit diesem Wachwechsel sei aber erst nach den Neujahrs-Feiertagen zu rechen, so die Zeitung.

Ein weiterer Aspirant auf den Posten, möglicherweise aber auch auf das dann frei werdende Verteidigungs-Ressort, sei nach Insider-Informationen auch Russlands Nato-Botschafter Dmitri Rogosin, heißt es.


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jich 23.12.2011 - 14:52

\"Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat am Freitag den russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin zum für den Rüstungsindustrie-Bereich und insbesondere für die Erfüllung des staatlichen Rüstungsauftrags verantwortlichen Vizepremier ernannt.\"

http://de.rian.ru/politics/20111223/262331097.html

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