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Dienstag, 26.05.2009
Chodorkowski beklagt Abhören seiner Anwälte durch FSB
Moskau. Michail Chodorkowskis Anwälte werden vom Geheimdienst FSB widerrechtlich abgehört. Diesen Vorwurf erhob gestern der gegenwärtig erneut vor Gericht stehende ehemalige Haupteigentümer des Ölkonzerns Yukos.
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„Seit Beginn der Gerichtsverhandlung werden auf Wunsch der Anklageseite durch Strukturen des Sicherheitsdienstes, die den Prozess illegalerweise begleiten, die Telefone und andere Kommunikationsmöglichkeiten meiner Verteidiger kontrolliert“, erklärte Michail Chodorkowski vor Gericht.
Der frühere Ölmagnat forderte die Anklage auf, seine Darstellung zu widerrufen, dass die Telefone abgehört würden und dass diese Abhöraktion auf Weisung der Staatsanwaltschaft erfolge. „Wenn es eine Gegendarstellung gibt, so bin ich gezwungen, sie zu glauben“, erklärte Chodorkowski mit gespielter Unbedarftheit.
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Chodorkowski ging es offenbar nur darum, das Thema anzusprechen, da er kaum damit rechnen kann, dass eine verbotene Abhöraktion der Behörden eingestanden wird – oder dass er sie umgekehrt beweisen könnte.
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Gegen Chodorkowski und den ehemaligen Menatep-Eigner Platon Lebedew wird seit Anfang März in Moskau wegen Betrugs und Unterschlagung in Milliardenhöhe verhandelt. Beide verbüßen gleichzeitig noch ihre Freiheitsstrafe von acht Jahren aus dem ersten Yukos-Prozess.
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