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Dienstag, 31.03.2009
Chodorkowski-Verteidigung will Putin als Zeuge
Moskau. Bei der heute gestarteten Hauptverhandlung im Prozess gegen die Ex-Oligarchen Chodorkowski und Lebedew will die Verteidigung hochkarätige Zeugen vorladen. Unter anderem Premierminister Wladimir Putin.
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Chodorkowski-Anwalt Wadim Kljuwgant motiviert die Forderung damit, dass Putin in seiner Zeit als Staatspräsident sich mehrmals mit Chodorkowski getroffen hätte, um Fragen der Entwicklung und Strategie in der Ölbranche zu besprechen.
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Deshalb verfüge Putin über Materialien, die entscheidend für den Prozessverlauf sein könnten, so Kljuwgant. Auf der Zeugenwunschliste stehen eine Menge weiterer illustrer Namen, unter anderem Michail Kassjanow, Jewgeni Primakow, Viktor Tschernomyrdin, Boris Gryslow, Nikolai Patruschew, German Gref und Igor Setschin. Insgesamt sollten etwa 300 Personen, die in der für den Prozess relevanten Zeitspanne politische und wirtschaftliche Machtpositionen innehatten, Aussagen machen.
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Dazu gehören auch führende Vertreter der Konzerne Transneft, Rosneft und Gazprom, der Steuerbehörden sowie Leiter von ausländischen Unternehmen, die mit Yukos Geschäfte machten – die Verteidigung nennt hier auch die Deutsche Bank.
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Michail Chodorkowski und Lebedew Platon Lebedewwerden Unterschlagung und Geldwäsche in großem Umfang vorgeworfen. Die Verteidigung hält das ganze Verfahren für fragwürdig und hatte beantragt, es sofort einzustellen. Dem wurde allerdings nicht stattgegeben.
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