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Dienstag, 22.09.2009
Fallschirmjäger-Chef wollte Mafia vor Polizei schützen
Moskau. Skandal um den Kommandeur der russischen Luftlandetruppen, Generalleutnant Wladimir Schamanow: Er soll eine Sondereinheit angefordert haben, um eine Firma seines übel beleumundeten Schwiegersohns vor dem Besuch eines Kripo-Ermittlers zu bewahren. Nun überprüft das Verteidigungsministerium die Mafia-Kontakte des Generals.
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Der Skandal wurde durch einen Artikel in der kritischen Zeitung „Nowaja Gaseta“ aufgedeckt: Das Blatt hatte das Protokoll eines – angeblich legal - abgehörten Telefongesprächs zwischen Schamanow und einem Fallschirmjäger-Oberst vom 18. August abgedruckt. Der General befiehlt dem Offizier dabei, sofort zwei „Speznas“-Sondereinheiten in Marsch zu setzen – und zwar zur Firma „Sporttek“, die seinem Schwiegersohn Alexej Chramuschin gehört.
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Jener ist in einschlägigen Kreisen unter dem Spitznamen Glyba („Block“) bekannt und wird wegen Mordverdachts gesucht. Vermutlich hat er sich ins Ausland abgesetzt. Er gilt als eine führende Figur in der tatarischen Mafia, die inzwischen stark im Moskauer Immobilienbusiness aktiv ist.
An der fraglichen Adresse sollten die Soldaten einen Ermittler der Staatsanwaltschaft am Betreten des Gebäudes hindern, bis er, der General, selbst dort eintreffe, ordnete Schamanow zunächst an.
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Zu einer Konfrontation zwischen Ermittlern und Militär kam es dann aber doch nicht, da Schamanow selbst nicht zum Ort des Geschehens fuhr und später auch die Sondereinheiten an anderer Stelle anhalten ließ.
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Ein Sprecher des Ministeriums teilte nun mit, dass die Behörde intern nun die in den Medien laut gewordenen Vorwürfe gegen Schamanow und dessen Verbindungen zur organisierten Kriminalität prüfe.
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