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Dienstag, 29.06.2010
Kommunistischer Bürgermeister wechselt zur Kreml-Partei
Irkutsk. Angetreten war Viktor Kondraschow, der Bürgermeister der sibirischen Stadt Irkutsk, als Kandidat der Kommunisten. Jetzt wechselt er zum „Einigen Russland“, weil ihm „der Geist“ der Putin-Partei näher ist.
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Kondraschow ist nicht Mitglied der KPRF, ist aber im März 2010 mit Unterstützung der Kommunisten ins Irkutsker Rathaus gewählt worden. Damals konnte er 64 Prozent der Stimmen auf sich vereinen – und überrundete damit seinen Konkurrenten vom Einigen Russland.
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Seitdem haben sich seine politischen Ansichten anscheinend radikal geändert. Laut Interfax erklärt Kondraschow seinen Seitenwechsel so: Der von Präsident Dmitri Medwedew und Premierminister Wladimir Putin gefahrene konstruktive Kurs sei ihm „geistig nahe“. Er wird wahrscheinlich in einem halben Jahr der Partei beitreten.
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Die KPRF hatte Kondraschows Sieg im März als eigenen Sieg über die Kreml-Partei empfunden. Gleich nach der Wahl, erinnert ITAR-TASS, hatte der Parteisekretär von Einiges Russland dem neuen Bürgermeister jedoch die Unterstützung seiner Fraktion zugesagt, die in der Duma von Irkutsk die Mehrheit besitzt.
Laut dem Radiosender „Echo Moskwy“ kommentiert die KPRF Kondraschows „Verrat“ bisher nicht; er selbst hält sich ebenfalls bedeckt.
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Bei den letzten Bürgermeisterwahlen hatten übrigens in den drei größten Städten im Gebiet Irkutsk alle drei Kandidaten die Putin-Partei besiegt – zwei von der KPRF und einer vom „Gerechten Russland“.
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