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Dienstag, 01.07.2008
Russische Milizionäre sollen höflicher werden
Moskau. Für die russische Miliz wird ein neuer Ethik-Kodex erarbeitet. Nach Angaben des Innenministeriums ist die Anzahl der Verbrechen, in die Polizisten verwickelt waren, in den letzten Jahren größer geworden. Minister Raschid Nurgalijew regte sich allerdings vor allem über die Unhöflichkeit der Beamten auf.
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"Die Autorität der Miliz wird durch das grobe und zum Teil freche Auftreten gegenüber Bürgern untergraben. Die Menschen kommen zu uns in ihrem Unglück, erwarten Schutz und stoßen stattdessen auf Gleichgültigkeit und Formalismus", kritisierte Nurgalijew seine Untergebenen.
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Solche Fälle habe es in der Vergangenheit "mehr als reichlich" gegeben, bedauerte Nurgalijew.
Der Leiter für Kaderpolitik beim Innenministerium, Wladimir Kikotj, zählte weitere Probleme der Polizei auf. Nach wie vor bleibt Korruption eine der größten Schwierigkeiten in Russland, gerade bei den Sicherheitsorganen. In den letzten fünf Jahren habe zudem der Rauschgifthandel durch Polizisten deutlich zugenommen, erklärte er.
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Zudem machte er darauf aufmerksam, dass auch immer mehr Verkehrsunfälle durch Milizionäre verursacht werden, u.a. durch Trunkenheit am Steuer.
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Die Einführung eines Ethikkodexes für Polizisten soll dieses Problem nun bekämpfen. Dieser Kodex helfe vor allem Vorgesetzten bei der Disziplinierung ihrer Untergebenen, ist Kikotj überzeugt.
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