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Freitag, 30.07.2010
Mutterfluch: Google Earth stellt Jekaterinburg bloß
Jekaterinburg. Die Bürger der Ural-Metropole Jekaterinburg sind empört – eine Aufnahme von Google Earth entblößte auf der Bauruine des Fernsehturms ein saftiges Schimpfwort. Sie vermuten eine Computer-Simulation.
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„Chuj“ ist ganz oben unter der Spitze des Turms in großen roten Buchstaben zu lesen – eine unflätige Umschreibung des männlichen Geschlechtsorgans und Stammwort für unzählige Varianten der russischen Fluchsprache Mat.
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In Jekaterinburg hat diese Ansicht eine Flut von Empörung in der Internet-Gemeinde ausgelöst. In einem Forum wird z. B. heftigst darum diskutiert, ob es den „Schwanz“ denn nun gibt oder ob er künstlich auf den halb fertigen Fernsehturm projiziert wurde.
Der Fernsehturm in Jekaterinburg im Ural ist als 213 Meter hohe Bauruine ein beliebter Ort für Extremsportler. Wie sich die Bürger jetzt erinnern, hat der 1983 angefangene und 1991 wegen Geldmangel eingestellte Bau schon einmal ein Graffiti getragen, aber das war wohl eher die Aktion eines Verliebten.
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„KISA“ hatte da irgendwann einmal gestanden, also „Kätzchen“. Der jetzige Mutterfluch ist da weitaus anrüchiger. Viele User sind indessen der Meinung, da hätte jemand das 3D-Modell von Google manipuliert – in wirklich gäbe es das Wort mit den drei Buchstaben gar nicht.
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