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Donnerstag, 16.02.2012
Russischer Haushalt erstmals seit 10 Jahren defizitär
Moskau. Der russische Staatshaushalt lag im Januar das erste Mal seit den letzten zehn Jahren mit 0,5 Prozent im Defizit. Analytiker verknüpfen dies unter anderem mit den großzügigen „Wahlversprechungen“ an das Volk.
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Experten der Suisse Bank beobachten „den Verlust der Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben“, schreibt RBKdaily am Donnerstag. Für den Februar wird ein weiteres Ansteigen der negativen Tendenz erwartet.
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Eine Ursache für das Defizit könnte die im Dezember erfolgte Zahlung von 1,3 Milliarden Euro im Rahmen eines vereinbarten 2,5-Milliarden-Kredits an Zypern sein. Der russische Analytiker Igor Nikolajew ist außerdem der Meinung, die Staatsmacht wolle vor den Präsidentenwahlen am 4. März „das Volk gutstellen“.
So seien Renten und andere Sozialzahlungen überdurchschnittlich angestiegen. Auch die Rüstungsausgaben seien stärker gewachsen als in vergleichbaren Zeiträumen. Wirtschaftsprofessor Konstantin Sonin sagt, nach den Wahlen würde es kaum zu harten Sparmaßnahmen kommen:
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„Das Anwachsen der Haushaltsausgaben hängt tatsächlich mit der Wahl zusammen. Wenn sie vorbei ist, werden sie wahrscheinlich weiter steigen, weil die Bevölkerung schon jetzt Unzufriedenheit zeigt, und die wird nur weiter zunehmen.“
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