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Donnerstag, 04.06.2009
Russland kauft Opel für über 300 Mio und verkauft wieder
St.Petersburg. Die russische Sberbank stellt vermutlich über 300 Millionen Euro für den Erwerb von 35% der Opel-Aktien zur Verfügung, will diese aber möglicherweise wieder verkaufen. Das erklärt Sberbank-Chef German Gref auf dem Wirtschaftsforum in St.Petersburg.
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German Gref machte aber keine Aussage, an wen das Opel-Paket wieder verkauft werden könnte. Ziel der Sberbank-Investition sei gewesen, bei der Restrukturierung von Opel zu helfen. Stellenkürzungen werde es zwar in Deutschland geben, sagte Gref, sie würden aber weniger als in anderen Ländern sein.
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Die genauen Kosten für den Aktienerwerb nannte Gref nicht. Der geringere Teil sei die direkte Kapitaleinlage, sagte der Sberbank-Chef. Ausserdem werde die Sberbank sich ihrem Aktienanteil von 35% entsprechend an der Kreditlinie über 500 Millionen Euro beteiligen.
Derweil unterstrich Arkadi Dworkowitsch, Wirtschaftsberater des russischen Präsidenten Medwedew, der Opel-Einstieg sei "ein Element einer durchdachten Strategie", die schon seit einiger Zeit verfolgt werde. Es gehe darum, Russland in die internationale Autoindustrie zu integrieren.
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Die Sberbank hat zusammen mit dem Erwerb von 35%-Prozent der Opel-Aktien auch vereinbart, die GM-Produktionsstandorte in Russland zu übernehmen. Es handelt sich dabei um ein Opel-Montagewerk bei St.Petersburg, die Niva-Produktion in Togliatti und Teile von Awtotor in Kaliningrad.
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