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Freitag, 18.01.2008
Springer verliert Berufungsprozess gegen Baturina
Moskau. Die Moskauer Milliardärin Jelena Baturina hat die Berufungsverhandlung wegen Rufschädigung gegen den Verlag Axel Springer Russia gewonnen. Der Verlag muss im russischen Forbes-Journal einen Widerruf drucken und Schadenersatz zahlen, bestimmte das 9. Schiedsgericht in Moskau.
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Der Streit dreht sich um einen Artikel in der Dezember-Ausgabe 2006, in der Forbes angedeutet hatte, Baturina nutze bei ihrem Geschäft die Hilfe der Moskauer Behörden.
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Baturinas Baukonzern „Inteko“ hatte den Verlag vor allem wegen der Aussage: „Inteko bekommt keine offensichtlichen Geschenke von der Stadt in Form von Grundstücken oder günstigen Verträgen – Baturina handelt akkurater“ verklagt.
Laut Gerichtsentscheidung muss Axel Springer Russia innerhalb eines Monats nach Inkrafttreten des Urteils einen Widerruf dagegen drucken. Zudem sollen sowohl der Verlag als auch die beiden Autoren des umstrittenen Artikels Kompensation in Höhe von je 1.000 Euro zahlen.
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Die Entscheidung sei vorhersehbar gewesen, erklärte der Anwalt von Axel Springer Russia, Alexander Dobrodinski Russland-Aktuell. „In Moskau wird nicht ein Richter gegen Baturina entscheiden.“ Die Verteidigung will nun vor einem Bundesgericht in Berufung gehen. Dort hoffe er auf ein anderes Urteil, sagte Dobrodinski.
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Der Verlag Axel Springer Russia und der Baukonzern „Inteko“ wollten das Urteil nicht kommentieren. Baturina hatte auch den ersten Prozess gegen Springer gewonnen.
(ab/epd/.rufo/Moskau)
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