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Donnerstag, 23.07.2009
Weiterer Menschenrechtler in Russland ermordet
Petrosawodsk. Andrej Kulagin, Leiter der Menschenrechtsorganisation "Gerechtigkeit" in Karelien, ist ermordet worden. Die Polizei fand die Leiche des Bürgerrechtlers zwei Monate nach seinem Verschwinden in einer Sandgrube.
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Kulagin wurde wegen seiner beruflichen Tätigkeit umgebracht, vermuten Kollegen. So erklärte der Leiter der Organisation „Gerechtigkeit“, Andrej Stolbunow, in Moskau, Kulagin habe sich aktiv für die Rechte von Strafgefangenen in Russland eingesetzt.
Er schließe nicht aus, dass Kulagin wegen seiner Arbeit als Menschenrechtler getötet worden sei, fügte Stolbunow hinzu. Verdächtige hat die Polizei in dem Fall noch nicht. Kulagin hinterlässt eine Frau und eine Tochter.
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Erst vor wenigen Tagen war die Journalistin und Menschenrechtlerin Natalja Estemirowa im Kaukasus ermordet worden. Unbekannte hatten Estemirowa in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny in ein Auto gezerrt und entführt. Kurz darauf wurde die Leiche der Frau in der Nachbarrepublik Inguschetien gefunden.
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Der Leiter der Menschenrechts- organisation „Memorial“, Oleg Orlow, hat den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow für diesen Mord verantwortlich gemacht. Kadyrow streitet die Vorwürfe ab; er hat gegen Orlow inzwischen eine Klage wegen Verleumdung eingereicht.
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