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Nach längerer Pause will die außerparlamentarische Putin-Opposition heute wieder viele Anhänger auf die Straße bringen (Foto: ld/.rufo)
Nach längerer Pause will die außerparlamentarische Putin-Opposition heute wieder viele Anhänger auf die Straße bringen (Foto: ld/.rufo)
Montag, 06.05.2013

Moskau: Tödlicher Unfall bei Oppositions-Demo-Vorbereitung

Moskau. Genau ein Jahr nach der Straßenschlacht am Bolotnaja-Platz demonstriert dort wieder die Oppositionsbewegung. Erwartet werden bis zu 30.000 Teilnehmer. Beim Aufbau der Bühne ereignete sich heute ein tödlicher Unfall

Bei Russland-Aktuell
• Bolotnaja-Kundgebung: Voller Platz trotz Tragödie (06.05.2013)
Die Demo wurde vom Koordinationsrat der Oppositionsbewegung bewusst auf den heutigen Tag gelegt, da auf diese Weise die Folgen der damaligen gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizeieinheiten thematisiert werden sollen: Die Behörden ermitteln bis heute gegen etwa 30 Personen, denen Anstiftung zu Unruhen oder Gewalt gegen Polizeibeamte vorgeworfen werden.

Die meisten von ihnen sitzen noch immer in Untersuchungshaft, es wurden in der "Bolotnaja-Sache" aber auch schon mehrjährige Haftstrafen verhängt.

Bei Russland-Aktuell
• „Umstürzler“ Udalzow steht jetzt unter Hausarrest (11.02.2013)
• Opposition in der Krise: Apathie und keine Genehmigung (13.12.2012)
• Polizei soll für Krawall bei Demo verantwortlich sein (11.01.2013)
• Anti-Putin-Protest geschrumpft: über 450 Festnahmen (07.05.2012)
• „Schwangere” outet sich nach OMON-Tritt als Student (14.05.2012)
Damals demonstrierte die Protestbewegung gegen die Inauguration von Wladimir Putin als Präsident. Da bei kam es erstmals bei einer Großveranstaltung der Protestwelle des Winters 2011/12 zu ernsthaften Zusammenstößen mit der Staatsmacht.

Beim Aufbau der Bühne ereignete sich heute ein tödlicher Arbeitsunfall: Ein Arbeiter wurde von einer umstürzenden Lautsprechersäule erschlagen. Die Polizei ermittelt gegenwärtig am Unfallort.

Die Kundgebung auf dem Bolotnaja-Platz ist für die Zeit von 19 bis 21.30 Uhr genehmigt. An den beiden Zugängen zum ansonsten abgeriegelten Platz wurden 30 Metalldetektor-Rahmen aufgebaut. Die dort kontrollierenden Beamten haben Anweisung, nicht nur Waffen und Messer, sondern auch jedwede Behälter mit Flüssigkeiten zu beschlagnahmen – man kann also nicht einmal eine Flasche Wasser mitnehmen.

Oppositionelles Groß-Plakat am Neuen Arbat


Am Neuen Arbat hängten heute Oppositionsaktivisten ein 90 Quadratmeter großes Banner mit der Aufschrift „Freiheit für die Gefangenen des 6. Mai“ an die Fassade eines Hauses. Es hing dort 20 Minuten lang.

Wie einer der Aktivisten berichtete, hätten sie ihr Plakat „äußerst trickreich befestigt“, so dass es vom Dach des Hauses aus nicht zu entfernen war. Ein mit der Losung nicht einverstandener Bewohner des Hauses war aber auch nicht auf den Kopf gefallen: Er saugte das Plakat mit seinem Staubsauger an und konnte es so in seine Wohnung hineinziehen.

Gestern demonstrierten ebenfalls auf dem Bolotnaja-Platz Anhänger von Oppositionszirkeln, die nicht dem Koordinationsrat angehören.

An dem ihnen genehmigten Demonstrationszug nahmen aber nur etwa 400 Personen teil, die anschließende Kundgebung soll sogar nur 50 Teilnehmer versammelt haben.



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