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Am Flußbahnhof von Rybinsk legen die Wolga-Touristendampfer an (Foto: ab/.rufo)
Am Flußbahnhof von Rybinsk legen die Wolga-Touristendampfer an (Foto: ab/.rufo)

Rybinsk an der Wolga: Von Andropow und Hollywood

Rybinsk. Vor Rybinsk gleicht die Wolga einem Meer, aufgestaut zu einem gigantischen Stausee. Dampfer fahren von hier nach Jaroslawl, auch große Kreuzfahrtschiffe legen an. Die Uferpromenade lockt und eine Hollywood-Geschichte.

Ein typisches Touristenziel ist Rybinsk nicht: Die 300 Kilometer Fahrt von Moskau sind nicht besonders bequem. Zudem ist die Stadt, die von 1984 bis 1989 nach dem Generalsekretär und Geheimdienstchef Andropow hieß, eine mittelgroße Industriestadt.

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Rybinsk: Die Wolga als Lebensader einer Stadt
Vom Zentrum sind nur ein paar Oasen übrig geblieben. Doch die können sich sehen lassen. Die Uliza Krestowaja, die parallel zur Uferpromenade führt, ist eine Ansammlung von Bauten aus dem 19./Anfang 20. Jahrhundert.

Rybinsk Hoflieferant für kaiserlichen Fisch


Zu der Zeit war Rybinsk, das einstige Fischerdorf Rybnaja Sloboda auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung. Ein Kanal verband die Wolga mit der Ostsee und Rybinsk, das seinen Aufschwung als Lieferant von Stör und Lachs an den Zarenhof in St. Petersburg genommen hatte, war inzwischen längst zu einem Umschlagpunkt für Waren aller Art, insbesondere aber Getreide geworden.

Die Kaufleute aus Rybinsk zählten zu den reichsten in ganz Russland. Die 1842 eröffnete Getreidebörse (der heutige Prachtbau stammt aus dem Jahr 1912) war erst die dritte überhaupt in Russland. Heute beherbergt das Gebäude eine der reichsten Bildergalerien Russlands, u.a. aus den Sammlungen der Adelsfamilien Musin-Puschkin und Michalkow (zu der auch der heute bekannte Regisseur Nikita Michalkow zählt). Zu sehen sind beispielsweise Bilder von Ilja Repin, Nikolai Roerich und Iwan Schischkin.


Rybinsk: Hauptstadt der Wolgatreidler


Repin war es auch, der einer weiteren in Rybinsk häufig anzutreffenden Kaste zu weltweiter Bekanntheit verhielf: Die Wolgatreidler (in Russland Burlaki genannt), die ärmsten der Armen in Russland. Über 100.000 von ihnen zogen alljährlich durch die Stadt – im Schlepptau die schweren Wolgakähne mit ihrer wertvollen Last. Heute erinnert ein Denkmal am Flussbahnhof an die Treidler.

Der Fluss war seit jeher Lebensader der Stadt. In den 40er Jahren wurde an dieser Stelle die Wolga aufgestaut, um das Wasserkraftwerk Rybinsk, eines der größten seiner Zeit zu bauen. Damit sollte auch der steigende Energiebedarf der Stadt, in der sich u.a. das kriegswichtige Flugzeugmotorenwerk befand, gedeckt werden.

Kreuzfahrer auf der Wolga entlang dem Goldenen Ring


Heute liefert die Wolga nicht nur Strom, sondern auch einige Kreuzfahrttouristen. Die Wolga-Kreuzfahrer kommen von Uglitsch und Myschkin und fahren weiter nach Jaroslawl und Kostroma am Goldenen Ring.

Der Kreuzfahrttourismus in Russland entwickelt sich stark – trotz der Katastrophe mit der „Bulgaria“. Die Wolga hat viele Routen zu bieten. Der Oberlauf der Wolga gilt dabei als sehr beliebt.

Hollywood-Producer made in Rybinsk


Und was hat Rybinsk mit Hollywood zu tun? Hier wurden 1878 und 1881 die Brüder Joseph und Nicholas Schenck als Kinder des jüdischen Kontorgehilfen Chaim Schenk geboren.

Nachdem die Familie 1893 in die USA auswanderte, wurden die beiden sehr erfolgreiche Filmproduzenten und waren Mitbegründer von Hollywood. Joseph leitete jahrelang die Filmgesellschaft „20th Century Fox“, Nicholas war Chef der Filmproduktions-Gesellschaft Metro-Goldwyn-Mayer.



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