Angeklagte im Prozess um Newski Express verurteilt
Twer. Der Prozess gegen zwei Inguscheten, die den Schnellzug Newski Express im Jahr 2007 in die Luft gesprengt haben sollen, ist im wichtigsten Anklagepunkt - "Terrorismus" mit einem Freispruch beendet worden. Dennoch wurden die beiden Angeklagten zu langen Haftstrafen verurteilt.
Salambek Dsachkijew und Makscharip Chidrijew waren nach Ansicht der Staatsanwaltschaft an dem Sprengstoffattentat auf den Schnellzug Newski Express anno 2007 beteiligt. Bei dem Anschlag wurden 60 Personen verletzt, der Sachschaden belief sich auf 236 Mio. Rubel (damals rund 7 Mio. Euro).
Der Anschlag soll vom tschetschenischen Terroristenführer Doku Umarow organisiert worden sein. Die beiden Angeklagten wurden daher des Terrorismus beschuldigt. Die Anschuldigungen konnten allerdings vor Gericht nicht bewiesen werden.
Dennoch müssen beide Angeklagte hinter Gitter. Wegen unerlaubten Sprengstoffbesitzes müssen sie vier bzw. zehn Jahre ins Gefängnis.
Dem Sprengstoffanschlag vor drei Jahren folgte ein erneuter Anschlag auf den Newski Express im November 2009. Bei diesem Terroranschlag kamen 27 Menschen ums Leben, 92 wurden verletzt.
Über die Perspektiven deutsch-russischer Zusammenarbeit diskutierten am 11.3. in Moskau Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der Vizevorsitzende der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer, Alexej Mordaschow und einige hundert Unternehmer, moderiert vom Vorsitzenden des deutsch-russischen Forums, Ernst-Jörg von Studnitz. (Topfoto: Mrozek/.rufo)