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Dienstag, 14.07.2009
Betrunkener Milizionär: Student springt aus dem Fenster
Moskau. Eine Anzeige wegen Diebstahls endet für einen Moskauer Studenten abenteuerlich: Er fühlte sich von einem betrunkenen Milizobersten belästigt und sprang aus dem zweiten Stock der Milizstation am Bahnhof.
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Der 18-jährige Mann hatte sich vor dem Leningrader Bahnhof von einer Zigeunerin überrumpeln lassen, die ihm eine Goldkette und 10.000 Rubel stahl. Als er den Vorfall bei der Bahnhofsmiliz anzeigen wollte, drohte ein Oberstleutnant ihm mit Vergewaltigung. Aus Angst sprang der Student aus dem Fenster.
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Der Milizionär sieht die Sache naturgemäß ganz anders: Der junge Mann sei aus dem Fenster gesprungen, weil er Drogen bei sich hatte und nicht auffliegen wollte. Der unfreiwillige Ausflug in die Tiefe endete für den 18-Jährigen mit einem gebrochenen Bein und drei angebrochenen Wirbeln.
Laut der Boulevardzeitung „Komsomolskaja Prawda“ erschien der Milizionär, der übrigens stellvertretender Leiter der Kriminalabteilung der Bahnhofspolizei ist, betrunken zu einem Gespräch mit der Presse. Auch Kollegen bestätigen, dass er zuweilen im Dienst trank und grob mit Menschen umging.
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Dass er fähig zur Vergewaltigung sei, schließen sie allerdings aus. Zurzeit sind vier Untersuchungskommissionen dabei, den wahren Hergang zu rekonstruieren. Dem Oberstleutnant drohen sechs Jahre Gefängnis wegen Amtsanmaßung.
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Sollte sich herausstellen, dass er tatsächlich „Zwang zu Handlungen sexuellen Charakters“ ausgeübt hat, könnte die Strafe noch viel höher ausfallen.
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