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Mittwoch, 28.04.2010
Erneut Vorwürfe gegen Kadyrow, jetzt aus Österreich
Wien. Die Wiener Staatsanwaltschaft verdächtigt den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow, den Befehl zu einer Entführung gegeben zu haben, die mit einem Mord endete. Kadyrow streitet wieder alles ab.
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Gerhard Jarosch, Sprecher des Wiener Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, teilte am Dienstag mit, Kadyrow habe den Auftrag zur Entführung von Usmar Israilow gegeben, der mit Enthüllungen über den tschetschenischen Präsidenten an die Öffentlichkeit treten wollte.
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"Das LVT zieht den Schluss, dass er den Auftrag erteilt hat – zur Entführung", zitiert Jarosch der österreichische „Standart“. „Es scheint so zu sein, dass eine Entführung geplant war und kein Mord. Der hat sich ja erst entwickelt, weil die Entführung schiefging.“
Dafür, dass Kadyrow der Drahtzieher war, „sprechen Indizien“. Kadyrows Pressesekretär Alwi Karimow erklärte dagegen am Mittwoch gegenüber dem Radiosender „Echo Moskaus“, der tschetschenische Präsident hätte mit diesem Fall nichts zu tun.
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Erst vor einer Woche hatte der „Moskowski komsomolez“ berichtet, ein Auftragskiller hätte ausgesagt, hinter den Morden und Anschlägen auf den mit Kadyrow verfeindeten Jamadajew-Clan stünde der Präsident Tschetscheniens selbst. Auch diese Anschuldigung hatte der brüsk zurückgewiesen.
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