Roter Platz wird noch in diesem Jahr generalüberholt
Moskau. Nach der Siegesparade zum 65. Jahrestag des Kriegsendes soll der Rote Platz saniert werden. Die Generalüberholung wird er unverändert überstehen – und auch Lenin bleibt in seinem Glassarg im Mausoleum.
Dies erklärte am Mittwoch Wladimir Koschin, Leiter der Präsidialverwaltung, gegenüber Interfax. Wann genau die Restaurierung beginnt und wie teuer sie kommen wird, ist noch unklar. In dem Sinne können Koschins Worte eher als eine Absichtserklärung eingeschätzt werden.
Seiner Meinung nach wird sich auf dem Roten Platz nichts ändern – Lenin bleibt im Mausoleum, die Gräber an der Kremlmauer werden nicht angerührt, das Denkmal für Minin und Poscharski wird nicht versetzt.
Einzig und allein dem unebenen Pflasterbelag des Platzes geht es an den Kragen. „Mit bloßem Auge ist heute zu erkennen, dass der Boden aussieht wie eine leicht gekräuselte Wasserfläche“, so Koschin.
Und: „Der Platz wurde nie generalüberholt. Wir werden uns bemühen, den Belag auf Jahrzehnte im Voraus zu rekonstruieren, damit eine weitere Generalsanierung nicht nötig ist.“ Der Platz soll in Stücken renoviert werden, so dass er für Besucher nicht vollständig gesperrt wird.
Wenn es nach Koschin geht, sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen und etwa zwölf Monate später abgeschlossen sein.
Wie ein Blick ins Archiv von Russland- Aktuell zeigt, gab es eine ganz ähnliche Meldung schon einmal vor ziemlich genau zwei Jahren. Warten wir also ab, ob sich in diesem Jahr etwas tut auf dem Roten Platz.
Hauptsache, man lässt sich die Laune nicht verderben.Dann lässt es sich auch im hintersten russischen Dorf noch recht gut leben.( Topfoto: Mrozek/.rufo)