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Montag, 17.05.2010
Russische Kriegsmarine: Keine Piraten erschossen
Moskau. Die russische Marine weist Vorwürfe zurück, nach denen die somalischen Piraten nach der Befreiung der Moscow University von der Besatzung des russischen Kriegsschiffs Marschall Schaposchnikow erschossen wurden.
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Kommandeur Ildar Achmerow von der Fernostflotte sagte am Montag gegenüber Interfax, die Aufgabe der Seeleute sei „die Befreiung des Öltankers Moscow University gewesen und nicht die Vernichtung der Banditen“.
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Laut Achmerow waren im Laufe der Befreiungsaktion elf Piraten festgenommen worden, mehrere davon waren verletzt, einer starb. Allen wurde medizinische Hilfe geleistet. Danach wurden die Seeräuber mit Verpflegung in ihrem eigenen Boot ausgesetzt. „Das weitere Schicksal der Piraten ist uns unbekannt“, so Achmerow.
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Damit weist die russische Kriegsmarineführung die Vorwürfe eines somalischen Piraten zurück, die Männer seien von den Russen erschossen worden, was er als „Rassismus und Hass gegen die Schwarzen in Afrika“ und als „Gesicht des neuen Russland“ einschätzte.
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Auf dem Internetportal SomalilandPRESS kündigte er an, in Zukunft würde mit Russen, die den Piraten in die Hände fallen, ähnlich umgegangen werden.
Kritik kam inzwischen auch vonseiten der somalischen Regierung. Russland solle erklären, was nach der Befreiung des Tankers mit den Piraten geschehen sei. „Sie sind zweifellos Banditen, hätten aber vor ein ordentliches Gericht gestellt werden müssen“, hatte der somalische Interims-Informationsminister Abdirasak Aden am Freitag erklärt.
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Und: „Sie in internationalen Gewässern auszusetzen, war sicher nicht die einzige Möglichkeit gewesen.“
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